Alle Artikel in: Lettland

Morgennebel

22.8.2019 Morgennebel verschlafen. Die dünne weisse Dunstschicht knapp über der Waldwiese interessiert beobachtet und wieder eingeschlafen. Man hätte ein Foto machen können, dazu hätte man kurzfristig die warme Decke aufgeben und hätte das Handy… Fahrradkette. In der Nähe des Stellplatzes, diesmal ein echter Campingplatz bei Riga, ist der Truppenübungsplatz deutlich wahrnehmbar. Bei der Anfahrt Streckenposten im Wald, markierte Landeplätze und trotz unverständlicher Sprache optisch eindeutige Warnschilder. Zum Einschlafen gab es in der Ferne Maschiengewehrgeratter. Bisher noch keine der in Kommentaren zum Platz angekündigten Tiefflieger oder Druckwellen. Ein paar Fotos von der Umgebung, ohne Morgennebel, und dann zur Dusche. Fällt sehr kurz aus. Als bekennender Warmduscher ziehe ich das bescheidene, aber heisse, Duschrinnsal im Jumper einem kühlen Wasserschwall vor.

Riga, Zeppelinhallen, Sigultar

16.8.2019 Aufwachen in ruhiger Seitenstrasse mit Blick auf Riga. Das Brot ist gelungen, sehr zufrieden. Und beim nächsten mal geht es auch sicher zügiger bei dem Zusammenrühren der Zutaten. Nach dem Fiasko mit dem Apfelkuchen wurde diesmal jede Mengenangabe doppelt mit dem neu erstandenen Messbecher geprüft! Doch das leckere Brot zum Frühstück hat mich nicht gehindert im Zuge der Markthallen Besichtigung ein komplettes kleines Zwiebelbrot wegzumümmeln. Zur Vorbereitung am Vorabend bei Arte „Märkte – im Bauch von Riga“ (https://www.arte.tv/de/videos/052706-003-F/maerkte-im-bauch-von-riga/) angesehen und morgens gleich früh durch den Verkehr zum Parkplatz vor den ehemaligen Zeppelin-Hallen gekämpft. locker am Handgelenk mitlaufenden Videokamera, überzeugt nicht. Die Größe der Halle und die Betriebsamkeit zwischen den Marktständen kommt nicht rüber. Die aus dem Süden vertraute Lautstärke und Brüllerei fehlt vollständig, vielleicht liegts auch daran. Sehr eindrucksvoll diese Hallen von innen und auch aussen. Viel älter und sehen doch freundlicher aus wie das neuere Exemplar in Brandenburg. Die Ausbeute der Nach gut zwei Stunden durch die Menge streifen und dabei langsam aber vollständig das Zwiebelbrot aus der Tüte wegknabbern ist Abfahrt. Von …

Ventspils, Livenküste, Kap Kolka

13.8.2019 Ventspils, Livenküste, Kap Kolka Morgens per Bromi ein paar Runden durch Ventspils. Aufwändige Infrastruktur, Radwege, neue Konzerthalle, Kunstinstallationen und frisch restaurierte Holzhäuser. Ventspils lebte mal gut vom Fischfang (Fischereimuseum, Ankersammlung im Park) und jetzt von der Verschiffung des russischen Erdöls. Grosse Erdöltanks fand ich im Norden dann bei der Suche nach den verbliebenen Fischerdörfern. Der Baltikum-Reiseführer erwähnt das Dorf Staldszene mit erhaltenen Fischerhöfen aus dem 19.Jahrhundert. Aber Susi findet nur riesige Erdöltanks und gesperrte Zufahrten. Zur „russischen Zeit“ nach dem 2. Weltkrieg, sind viele der dort lebenden Liven vertrieben worden. Im militärischen Sperrgebiet war Fischen verboten, wovon sollten sie auch leben. Jetzt soll es noch 14 erhaltene Dörfer geben. In dieser Gegend kommt Susi an ihre Grenzen und findet öfter mal Sandwege und Sackgassen statt Zufahrten. Beim zweiten Dorf gebe ich auf, bevor Jumper sich mal wieder irgendwo eingräbt. Für die Rücktour ist dann doch mal eine bessere Wegbeschreibung fällig, die Beschilderungen leiten auch nur an Badestellen. Weiter Richtung Kap Kolka, zwischendurch Rast auf einem kleinen Strandparkplatz. Ein paar Kite-Surfer haben hier den kilometerlangen …

Apfelkuchen I

12.8.2019 Endlich vom gemütlichen Stellplatz getrennt und auf den Weg Richtung Norden gemacht. Ziel ist der Slītere National Park an der Nord-West-Spitze von Lettland. Zwischenstop in L., Cash & Carry, Kühlschrank auffüllen.Nächster Halt Ventspils, netter Stellplatz im Hafen und eine gut erhaltene Altstadt, ist von ein paar Besuchern zu lesen. Landstrasse durch endlose Wälder. Wenig Verkehr. Kleine Abzweigungen mit Schotterstrassen zu einsamen Höfen. Sieht schon sehr skandinavisch aus. Ankunft Ventspils im Regen, Stellplatz im Hafen neben zwei stillgelegten Fischereischiffen. Vor dem Fenster die Hafenausfahrt, drinnen wird nun entschlossen das Projekt Apfelkuchen angegangen. Alle Zutaten da, Äpfel in Kleinteile zerlegt und Improvisation beim Messen. Da weder Waage noch Messbecher im Jumper zu finden sind, es fehlt doch immer wieder was, wird improvisiert. Ein Trinkglas hat etwa Abmessungen von einem Kölsch, macht 200ml, 3/4 gefüllt mit Mehl sollte die Anforderungen des Rezepts (https://4reifen1klo.de/apfelkuchen) ungefähr treffen. Das Mixen ohne Mixer, der fehlt auch, dauert. Gut, draussen plätschert es noch bei grauem Himmel, wir haben Zeit. Weiter mit dem grossen Löffel Teig gerührt, es zieht sich. Teig ist 😋, …