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Fahrtag

Dienstag, nach langer Zeit mal wieder ein Fahrtag, also nur fahren, essen, schlafen Kilometer machen.Am Vorabend raus aus der Stadt um morgendlichen Staus zu entgehen. Tagsüber war es statt erwartetem Gewitter nur heiss und stickig. Das Einräumen des Jumpers war dabei etwas nachlässig ausgefallen; einfach alles rein, nur nichts wesentliches vergessen, richtig eingeräumt wird dann unterwegs. Abends dann doch noch ein paar Stunden später losgefahren, wer plant… Beim späten Start Richtung Osten dann immerhin noch bis zum Tropical Island gekommen. Dort eingeparkt, eingerollt und eingschlafen. Auf einem ehemaligen Militärflugplatz steht die grosse Halle mit Palmen und Strand drin. Als wenn eine der abgesprengten Kuppeln von Silent Runing in Brandenburg runter gekommen wäre. Nach Frühstück und erledigtem „eingeräumt wird unterwegs“ einmal kurz um die Halle gehen und die Grösse wirken lassen. Hatte ich mir beim Vorbeisausen über die nahe Autobahn immer wieder mal vorgenommen und nie umgesetzt. Mit dem langsamen Jumper sieht man mehr :-). Also einmal rumlaufen, Halle und in der Frühe eintreffenden Besucher besichtigen. Es zieht sich, doch noch etwas grösser wie erwartet. Es …

nur mal eben schnell

Seit Jahren nerven bei dem kleinen Renner die erlahmten Gasdruckdämpfer der Kofferraumhaube. Aufgabe dieser Teile ist das Offenhalten der Haube. Der Kofferraum ist, wie beim Käfer vorn, hinten ist ja wenig Platz wegen der dort verbauten Schubtechnik. Bisher durfte die Aufgabe ein Schirm übernehmen. Geht gut, bis man beim Kramen im Keller des Fahrzeugs den Schirm beiseite schiebt oder ein Windstoss nachhilft, dann Beule am Hinterkopf. Passiert gern bei Regen, Nachts beim Werkzeug suchen oder Starthilfe-Manövern mit Batterie-Beteiligung. Also in den passendsten Situationen als Sahnhäubchen zum Stress. Für knapp 20 Euro gibt es neue, funktionierende Gasdruckdämpfer. Letzte Woche angekommen, heute sollte die Investition mal eben schnell eingebaut werden. Sind ja nur 4 Schrauben oder Bolzen zu lösen… Die oberen beiden Befestigungen sind auch gut sichtbar, bei näherer Betrachtung sind die Gegenstücke aber auch mit Hilfe von Taschenlampe, Spiegel und Kamera kaum zu sehen. Irgendwo tief unten hinter Spritzblech, Tankschlauch und Kabelbäumen – wird wohl doch etwas schwieriger. Die heutige Bastelstunde auf das Tauschen der Scheibenwischer gekürzt, wenigstens ein kleines Erfolgserlebnis muss schon sein. Zurück am …

wieder in Berlin, gewohnte Sitten ;-)

Gestern wieder in Berlin angekommen. Nach einem kurzen Zwischenstop im Sauerland (Hennesee) dann doch direkt, ohne weitere Unterbrechung, weiter gerollt. Entgegen der Erwartung nur ein Stau kurz vor Hanover, der sich während der spontan angesetzten Mittagspause auf einem Autobahnparkplatz auflöste.   Überwinterung im Süden abgeschlossen, ein Punkt weniger auf der Bucket-Liste. Die wird dadurch aber kaum kürzer, eher länger. Durch die Reise sind ein paar neue Punkte dazu gekommen. Der innere Kalender erwartet in Deutschland irgendwie Herbst. Schon auf der Fahrt durch das ergrünende Sauerland, ertappte ich mich mehrmals bei der gedankenlosen Suche nach bunten Laubwäldern an der Strecke. Tolle Sache, nach dem langen Sommer steht statt Herbst/Winter nun doch erst mal Frühjahr/Sommer auf dem Programm 🙂.Also erst mal Porsche aufwecken (d.h. Batterie reannimieren) und „Bozenstop-Liste“ für Jumper erstellen und ausräumen.Dazu einmal kurz Parkplatz wechseln, eine zum Auspacken passendere Lücke wurde frei; und schon Begegnung mit einem Fahrkünstler. Beim langsamen rückwärts Einparken in die passende Parkbucht, kreuzt ein aufgeregter Kleinbusfahrer meinen Kurs. Gesetzter Blinker, die sichtbare Parkbucht, Bewegungsrichtung und langsame Geschwindigkeit, da sind auch noch ein paar …

fahren, fahren, fahren

Dank einer suboptimalen Terminplanung (oder Procastination beim Bürokram) war es plötzlich etwas eilig mit der Rückkehr in deutsches Hoheitsgebiet. Also von Malaga bis Freiburg 2200 km fahren, fahren, fahren. Kühlschrank voll, Hörbücher (Fitzek: Therapie und Jünger: Stahlgewitter) und eine Podcastliste geladen und los. Bis Barcelona tapfer alle Maut-Strecken umfahren und dann doch langsam die Geduld verloren und über die (teuren) Maut-Bahnen gen Germanien gerollt. Immerhin dank gleichmassigem Rollen mit nur einer Tankfüllung Diesel aus Spanien die knapp 30 Cent teureren Zapfsäulen in Frankreich umfahren.  Jüngers Stahlgewitter bei der Fahrt durch Frankreich passt geographisch. Wollte von Jünger schon seit Jahren mal mehr als nur Ausschnitte lesen. Die sich absehbar lang hinziehende Fahrt, Susi errechnete 19 bis 24 Stunden reine Fahrzeit, bot nun Gelegenheit das ganze Buch zu hören.  Aber stundenlange Beschreibungen des grässlichen Alltags in einem Stellungskrieg, Verwundete, Schreie, Leichen, Dreck, Gasangriffe, unterbrochen von heroischen Selbstdarstellungen des Kriegers – halten nicht wach.Ungefähr bei Perpingnon wurde Jünger abgesetzt und gegen Fitzek getauscht.Klassiker verdrängt Bestseller.  Kann sonst mit Krimis wenig anfangen, beim Lesen schleicht sich zuverlässig die Sorge was …

in der Apple-Kirche?

Beim samstäglichen Rundgang durch die Altstadt von Augsburg ragte ein auffällig langer schmaler Kirchenbau aus der Sammlung historischer Altstadtkultur und gängiger Fußgängerzonen-Konsuminszenierung hervor. Eine eigentümliche Mischung aus gotisch anmutender Höhe und glatter, schmuckloser Fassade weckte Neugier. Im Inneren war die Überraschung gross. Apple-Store, hier!? Nein, aber das beindruckende Ergebnis der Sanierung einer Kirchenruine. Licht, weisse Wände, dunkles Holz und viel Raum. Und Dank der Dimensionen des Raumes hinter dem Altar, scheint der Prophet aus der Weite auf die Bühne zu laufen. Am nächsten Nachmittag nochmal langsam mit Knipse durch Gänge gelaufen. Eine freundliche Nonne erklärt mir die lange Geschichte des Wiederaufbaus der zerstörten Kirche und auch der missglückten Versuche. Die Säulenheiligen standen ursprünglich, den Blicken der Gemeinde entzogen,  weit oben im Gewölbe. Im Zuge der Umgestaltung wanderten sie in Abschnitten in den sichtbaren Bereich der Seitengänge. Nach Jahrhunderten nun tatsächlich auch wahrnehmbar für die Besucherstatt  entrückt an der Kirchendecke. Den unmittelbaren Raumeindruck vermag ich nicht einzufangen, die Bilder sind mal wieder nur Erinnerungshilfen. Erstmals doch mal  Weitwinkel, dann wieder Tele-Objektiv vermisst. Aber es gibt im Internet …