Januar 2021, wie siehts aus?

21.1.2021

Nur ein paar Punkte:

  • der verrückte Clown ist gestern endlich abgeflogen.
  • das Symptom hat jetzt noch mehr Zeit für Golf, aber die Ursachen des Desasters sind leider noch sehr munter.

  • die Corona-Wette vom Sommer „wird schon nicht so schlimm kommen, Party! …“ wurde mehr als deutlich verloren.
  • die 2. oder auch schon 3. Welle läuft mit der real existierenden Impfstrategie um die Wette

  • Börsenkurse klettern immer noch munter mit den Geldmengen.
  • altmodische Fundamentaldaten wie KGV oder DCF scheinen völlig bedeutungslos geworden zu sein.
  • „Milchmädchen 2.0“ fachsimpeln jetzt bei Facebook, Youtube und Twitter über Waaserstoff, Elektoautos und Kryptowährungen.
  • Insolvenzen sind vertagt
  • Frühjahr/Sommer soll Jumper einmal rund um die Ostsee rollen –
    – – – hoffentlich dieses Jahr

tschüss 2020

2020 war mal eine nette Aussicht.

Mit „2020…kommt“ verband ich ein paar schöne Pläne und Erwartungen.
Gut dass ein Teil davon schon vor 2020 realisiert war, wäre jetzt etwas schwierig.

Das Jahr begann ganz nett, im Süden unter blauem Himmel am Meer, statt in Wintergrau-Berlin.

Der im Februar anstehende Wechsel in ein persönlich neues Lebensjahrzehnt verlief auch noch gut.
Die neue Ziffer ist immer noch fremd, aber es sind ja noch 9 Jahre Zeit sich dran zu gewöhnen.

Ende März wurde es dann plötzlich ungemütlich. Sicher geglaubte Annahmen zerbröselten innerhalb weniger Wochen.
Die Einstellung auf die neuen Rahmenbedingungen, Risiken und Chancen hat fast bis Mai gebraucht.

Dank Zufall, Vorsicht, auch etwas Voraussicht, lief das Jahr im Ergebnis gut.
Also kein Grund zur Klage.
Im Gegenteil, es gibt schon genug echte Opfer.

2021?
Vielleicht mal wieder bei Schumpeter schmöckern,
es könnte noch ungemütlicher werden

Mal sehen, was 2021 bringt.


https://schumpeter.info/

#TeamDrosten gegen #Bild

28.5.2020

Alles schick


  • Die Sonne scheint,
  • Börsenindices steigen weiter mit den expoldierenden Geldmengen um die Wette,
  • Problem Corona hat sich ohne Impfstoff, Behandlungsmethode und Tracing-app erledigt,
  • kleine und grosse Krisenprofiteure nutzen die Chance für Überwachungsgesetze, Radwege und neue Haushaltslöcher.
  • alles schick…
  • nur die Wette läuft unbeirrt weiter.

#TeamDrosten gegen #Bild

Mit dem Abbau von Rohstoffen oder industrieller Massenproduktion wird dieser schöne Landstrich zwischen Nordsee und Alpen in Zukunft seinen Wohlstand kaum weiter sichern können.

Massenproduktion läuft inzwischen besser mit Massen in Asien;
und Rohstoffe gibts da auch genug.

Der Übergang von Ackerbau und Viehzucht auf Industrieproduktion war, von Revolutionen und Kriegen begleitet, in Europa recht ungemütlich. Der Übergang von der Industriegesellschaft zur Wissensgesellsdhaft verläuft hoffentlich weniger dramatisch.

Durch Digitalisierung, Kreativität und Erfindergeist wird die hochqualifizierte junge Wissensgesellschaft in Zukunft den Wohlstand in Form von ökologisch korrektem Leben in ökologischen Häusern zwischen Radwegen, Parks und Pflegestützpunkten sichern.

So die Hoffnung, dekoriert mit Begriffen wie Transformation, Digitalisierung, Lebenslanges Lernen usw.

In Erkenntnis dieser Zukunftsperspektive wird nun in Bildung und Ausbildung des Nachwuchses investiert, digitale Infrastruktur und Grundbildung wird auf Gegenwart gehievt … und im öffentlichen Diskurs macht sich eine breite Anhebung des Bildungsniveaus bemerkbar!?

Nun ja.

Entwicklungsstand der Wissensgesellschaft

Aktuell führt die zukünftige Wissensgesellschaft vor, was sie so von Wissenschaft versteht und hält.
Scheint so eine Art Sympathie- und Meinungswettbewerb zu sein.

#TeamDrosten gegen #Bild

Ein Wissenschaftler stellt, vor der beabsichtigten Veröffentlichung, anderen Wissenschaftlern ein Papier zur Diskussion. Eine Boulevardzeitung pickt sich aus diesem Diskurs Teile und Zitate nach eigener Interessenlage zusammen und baut daraus einen Anklageartikel nebst Aufmacher.

Könnte man als üblichen Beitrag eines anerkannten Fachblattes für Neid, Hetze und Missgunst abtun. Aber diese Journalisten machen sowas, weil es funktioniert (Aufmerksamkeit bringt – Werbeerlöse) und sie ausreichend entsprechend simples Potential erwarten.
Und dieses Potential gibt es offensichtlich immer noch ausreichend, wie man auch auf seltsamen „Hygienedemos“ besichtigen kann.

Schwierige Voraussetzungen für das Projekt Wissensgesellschaft.

Üblicher Ablauf

  • Irgendwas wird erforscht.
  • Ergebnis wird als Text (Pre-Print=„vor dem Druck“) anderen Forschern zur Verfügung gestellt.
  • Die Kollegen (Wissenschaftler sind gefragt, weniger Unterhaltungskünstler) unterstützen den Prozess per Kritik und ggf. mit weiterführenden Anmerkungen.
  • Auf dieser Basis wird dann das Ergebnis der Forschung / Studie in einer möglichst angesehen Fachzeitschrift veröffentlicht.

Die Kritik wird hier als Teil des Arbeitsprozesses verstanden.
(Kritik beim Smalltalk über Boulevard-Themen, persönlichen Auseinandersetzungen oder meinungsbasierten Auseinandersetzungen hat andere Absichten und Ziele)

Auch das Team um Drosten veröffentlichte seine Studie als sogenannten Pre-Print, sodass andere Forscher die Möglichkeit haben, auf die Ergebnisse zuzugreifen, die Ergebnisse und Methoden zu bewerten und Anmerkungen zu machen.

Gewöhnlich werden Studien erst nach einem weiteren Schritt einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt, wenn sie einen sogenannten „Peer-Review-Prozess“ durchlaufen haben – also von anderen Fachwissenschaftlern bewertet und gecheckt wurden – und in einem Fachmagazin erscheinen.

Auch dann noch ist es normale wissenschaftliche Praxis, Studien weiter zu debattieren und Forschung weiterzutreiben.

Hoffnungsvoll stimmt

  • Wissenschaftler können auf vielen Kanälen selbst reagieren, und sind nicht auf versteckte Gegendarstellungen angewiesen
  • die Kampagne ist primitiv genug um erkannt zu werden (gab schon subtilere)
  • Die Geschichte ist gut dokumentiert, hat als Fallstudie für Propaganda noch Perspektive :-), Streeck, Laschet und Storymaschine bieten dann noch Vergleichsmaterial


https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/regierung-laschet-wusste-frueh-von-pr-fuer-heinsbergprotokoll-16766160.html

https://www.tagesspiegel.de/politik/ich-habe-besseres-zu-tun-drosten-kritisiert-bild-scharf-und-die-zeitung-veroeffentlicht-einen-kritischen-artikel/25858488.html

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/das-kesseltreiben-der-bild-zeitung-gegen-den-virologen-christian-drosten-16789146.html?GEPC=s3

Wette läuft…

13.5.2020 aus dem Logbuch

es wird fleissig „gelockert“…

so dolle sind die Alternativen nicht.

Wirtschaft auf Monate in den Dornröschenschlaf schicken, bleibt auch nicht folgenlos.

Die wirtschaftlichen Konsequenzen schlagen von Tag zu Tag deutlicher vom Konzern bis zur Pommesbude durch. Was irritierenderweise die Aktienkurse bisher nicht am Klettern hindert.

Ähnlich munter wie die Börsen reagieren viele gelockerte Zeitgenossen. Völker hört die Signale, auf ins fröhliche Getümmel.

Vermutlich hatten wir bisher sehr viel Glück, mit einer ausgebildeten, nüchternen Naturwissenschaftlerin an der Spitze und sehr schnell auf die italienischen Bilder reagierende Mitbürger.

Aber nun braut sich aus merkwürdigen Demonstrationen , rivalisierenden Provinzfürsten und verunsicherten Mehrheiten eine politische Welle auf.

Die Mediziner weisen leiser, aber sehr bestimmt, auf das schwelende Risiko hin. Volkswirtschaftler suchen schon die Krisenmodelle raus. Je nach Glaubensrichtung müssen jetzt Plan oder Markt ran. Dazwischen sinnieren gut versorgte Philosophen aus gemütlichen Studierstuben über edle Mässigung und ökologisch korrekten Konsumverzicht.

Im Herbst/Winter rackern wir dann alle am „Wiederaufbau, immerhin ohne Ruinen“ oder jammern über einen perfekten Sturm aus zweiter Welle, kollabierendem Gesundheitssystem, Insolvenzen und leeren Kassen.

Die Wetten laufen…

Alles immer so negativ…

16.4.2020 nur eine Grippe

Man möchte ja manchmal den beruhigenden Nachrichten einfach Glauben schenken. Nicht immer diese aufgeregten Alarmmeldungen.

Eigentlich ist doch die ganze Aufregung etwas übertrieben. Überzogene Gegenmassnahmen usw. „ist ja nur eine Grippe“ oder grippaler Infekt.

Aber dann erinnert der miesepetrige Verstand wieder an ein paar Lesezeichen von der Wochenendrecherche. Und da war ein sehr umfassender Kommentar aus Sicht eines Schweizers:

«Eine gewöhnliche Grippe»

Handelt es sich hier nur um «eine gewöhnliche Grippe», die jedes Jahr vorüberzieht und gegen die wir üblicherweise «nichts» unternehmen – oder um eine gefährliche Pandemie, welche rigide Massnahmen benötigt?

Um diese Frage zu klären, muss man bestimmt keine Statistiker fragen, die noch nie einen Patienten gesehen haben. Die reine, statistische Beurteilung dieser Pandemie ist sowieso unmoralisch. Fragen muss man die Leute an der Front.

Keiner meiner Kollegen – und ich natürlich auch nicht – und niemand vom Pflegepersonal kann sich erinnern, dass in den letzten 30 oder 40 Jahren folgende Zustände herrschten, nämlich dass:

1) ganze Kliniken mit Patienten gefüllt sind, welche alle dieselbe Diagnose besitzen;
2) ganze Intensivstationen mit Patienten gefüllt sind, welche alle dieselbe Diagnose aufweisen;
3) 25% bis 30% der Pflegenden und der Ärzteschaft genau jene Krankheit auch erwerben, welche jene Patienten haben, die sie betreuen;
4) zu wenig Beatmungsgeräte zur Verfügung standen;
5) eine Patientenselektion durchgeführt werden musste, nicht aus medizinischen Gründen, sondern weil wegen der schieren Anzahl an Patienten schlicht das entsprechende Material gefehlt hat;
6) die schwerer erkrankten Patienten alle dasselbe – ein uniformes – Krankheitsbild aufgewiesen haben;
7) die Todesart jener, die auf der Intensivstationen verstorben sind, bei allen dieselbe ist;
8) Medikamente und medizinisches Material auszugehen drohen.

Aufgrund von 1-8) ist es klar, dass es sich um einen gefährlichen Virus handelt, der dieser Pandemie zugrunde liegt.

Die Behauptungen, eine «Influenza» sei genau gleich gefährlich und koste jedes Jahr gleich viele Opfer ist falsch.

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt: COVID-19 – eine Zwischenbilanz oder eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zukünftigen politischen Entscheidungen (7.4.2020)

Langer Text, auf die Verhältnisse in der Schweiz bezogen. Aber Corona ist an Landesgrenzen kaum interessiert.

https://www.mittellaendische.ch/2020/04/07/covid-19-eine-zwischenbilanz-oder-eine-analyse-der-moral-der-medizinischen-fakten-sowie-der-aktuellen-und-zuk%C3%BCnftigen-politischen-entscheidungen/