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gen Westen

19.9.2019 durch Masuren Richtung Stettin Tolle Landschaft, Seen, Wälder, Flüsse. Masuren entspricht den Erwartungen. Ein eigenes Ziel für einen der nächsten Sommer. Zwischendurch Tanken, etwa alle 1100 km verlangt Jumper seinen Anteil aus der Reisekasse. Die auffallend hübsche Kassiererin an der Tankstelle überrascht durch ein Lächeln. Ganz ungewohnt so was nach Wochen der speziellen baltischen Kargheit. Na bald haben wir wieder Berliner Muffeligkeit im Angebot. Einige Stunden später weiter westlich, auch die Bedienung am McDonald ist freundlich. Susi hat die Vorgabe „keine Mautstrassen“, das führt schon mal zu irritierender Navigation. Habe Zeit und kein festgelegtes Tagesziel, fahre so vor mich hin bis Fahrer müde. Nach einer längeren Strecke über rumpelige Seitenstrassen durch verschlafene Dörfer ist es dann plötzlich genug. Um bei der Rumpelei die Stimme des Hörbuchlesers verfolgen zu können, arbeiten die Lautsprecher im Heavy-Metal-Modus. Irgendwann nervt die Dröhnerei nur noch, obwohl der Text spannend ist. (Welzer, Alles könnte anders sein, gelesen von Brückner) Park4Night führt zum Marktplatz einer kleinen polnischen Stadt (Kalisz Pomorski). Zu diesen Stellplatzfindern im Netz habe ich wegen der vielen praktisch …

Bildschirmrückseitenberater

14.9.2019 Riga Kaum hat der neue, frisch montierte Scheibenwischer die erste Runde gedreht, strahlt mich eine Steinschlagdelle im Glas an. Die erste Hoffnung „nur ein grosser Wassertropfen“, zerplatzt nach großzügigem Einsatz von Wischer und Waschdüsen. Der Zufall hat die runde Delle genau im zentralen Sichtbereich des Fahrers plaziert, die mit Abstand nervigste Stelle der gesamten Windschutzscheibe. Im Vergleich zu den Schlierspuren des gerade getauschten alten Wischers, war dies nun ein echtes Problem. Gibts hier sowas wie Carglas, wie kompliziert wird das mit der Versicherung, so ein Murx. Die Suche nach dem neuen Wischer war schon nervig und nun dass. Versuche im Supermarkt einen passenden Scheibenwischer für Jumper zu erstehen, waren mehrfach gescheitert. Die kleinen Teile für PKWs gibt’s, aber Jumper verlangt nach 64 cm Länge auf der Fahrerseite und hat natürlich einen abweichenden Befestigungsclip. Heute nun entschlossen einen Autofachhandel angesteuert und dort an einen coolen Kundenberater geraten. Die Verständigung per Englisch klappt gut, aber die Fachkunde belastet den Kaufprozess. Hinter dem breiten Beratungstresen habe ich schon ein grosses Bosch-Regal mit Wischern erspäht. Aber die Fachkraft …

Bergrad

Wir wollten nur mal eine kleine Runde um den See und zur nächsten Stadt fahren. Die letzten Erfahrungen mit Bromi auf Rundwegen lassen den Einsatz von normalen Fahrrädern mit normalen großen Raddurchmessern ratsam erscheinen. Man möchte ja doch möglichst rollen und weniger schieben und tragen. Auf zum Fahrradverleih am Stellplatz. Nur unförmige Geräte mit dicken Reifen und Mountainbike-Rahmen. Und Scheibenbremsen an einem Fahrrad!?! Stabiles Vorurteil, ähnlich wie bei gestylten SUVs in der Stadt; fürs Gelände zu empfindlich und in der Stadt nur sperrig. Irgendwann verfestigt sich die Einschätzung „Senioren-Auto“ oder „Bedeutungsprothese“. Erst wenn man mal einen echten Geländewagen im Gelände erlebt, wird wieder klar wozu Bodenfreiheit nützlich ist. Nein nicht um eine bequeme Einstiegshöhe bei Rückenproblemen zu erzielen. Zurück zu den Zweirädern. Alle Räder im Verleih sahen so aus. Auch für meine Laienaugen erkennbar unterschiedliche Typen, aber keine ernstzunehmende Ahnung von der Bedeutung. Der Kenner hätte bei der Auswahl sicherlich eine ganze Liste an Beurteilungskategorien nutzen können, Schaltung, Bremsen, Rahmenform… Der Sattel vom ersten Sportgerät in der Reihe wies von der Form eine Ähnlichkeit mit …