DSGVO und Fotos

Das Kunsturhebergesetz schützt demnach vor einer der befürchteten Folgen der DSGVO, dem Ende der sogenannten „Street-Fotografie“.

Der DSB der Fotocommunity setzt sich in einem längeren Text (Link unten) sehr ausführlich mit den Wechselwirkungen bestehender Gesetze und Normen (Kunsturhebergesetz, BDSG) und der neuen, 2 Jahre alten, DSGVO auseinander.

Man ist guten Mutes sich mit dem Kunsturhebergesetz auf den Erlaubsnisvorbehalt aus dem Datenschutzrecht beziehen zu können.

Zitat aus einem Schreiben des BMI zum Thema, veröffentlicht in der fc

Das Anfertigen von Fotografien wird sich auch zukünftig auf eine – wie bislang schon – jederzeit widerrufbare Einwilligung oder alternative Erlaubnistatbestände wie die Ausübung berechtigter Interessen (Art. 6 Abs. 1 lit. f) DS-GVO) stützen können. Diese Erlaubnistatbestände (nach geltender Rechtslage Art. 7 der geltenden EU-Datenschutz-Richtlinie 95/46/EG i.V.m. den nationalen Umsetzungsgesetzen) decken seit vielen Jahren datenschutzrechtlich die Tätigkeit von Fotografen ab und werden in Art. 6 DS-GVO fortgeführt. Die Annahme, dass die DS-GVO dem Anfertigen von Fotografien entgegen stehe, ist daher unzutreffend.

Für die Veröffentlichung von Fotografien bleibt das Kunsturhebergesetz auch unter der ab dem 25. Mai 2018 anwendbaren Datenschutz-Grundverordnung erhalten. Es sind, wie ich bereits in meiner Antwort ausgeführt habe, keine Änderungen oder gar eine Aufhebung mit Blick auf die Datenschutz-Grundverordnung vorgesehen.

Die People- & Street-Photography lebt! auch mit der DSGVO

Art of Travel

Das lange gesuchte Zitat zur Illusion vom einfachen Leben bei Betrachtung betont einfacher, schlichter Wohnbauten war in einem ganz anderen Buch.
Immerhin,  der Autor stimmt: Alain de Botton.
Seit vielen Jahren lese ich immer mal wieder in diesem Buch übers Reisen. Das Abarbeiten von Sehenswürdigkeiten beim Besuch fremder Orte, eine Tradition mit enormer Sogwirkung, hat mich schon bei ersten Reisen irgendwie angeödet. Ich  konnte mir aber nie so plausibel erklären, was genau diesen Verdruss auslöste.
In „Kunst des Reisens“ fand ich damals, etwa 2004, eine Menge Ansätze um die Frustfallen hektischer Reiserei zu bewältigen.
Und, nicht zu unterschätzen, die beruhigende Erkenntnis, es geht nicht nur mir so.
Nun befinde ich mich auf der bisher längsten Reise meines Lebens und hab mein Reiselehrbuch nicht dabei, Klasse!
Letzte Woche, beim Berlinausflug, waren die Markierungen schnell wieder gefunden, aber jetzt liegt das Buch dort auf dem Sessel, einfach vergessen einzupacken.
Kein Problem, Amazon ansteuern und die elektronische Version suchen.
Gibts aber nicht, nur das Orginal in Englisch.
Die Beschäftigung mit den Gedankensprüngen und Assoziationen dieses Autors ist für mich in deutsch ausreichend komplex; in englisch wird das  zu mühsam und langsam.
Damals, etwa 2002, war Alain de Botton noch nicht so bekannt dass jede Neuerscheinung auch gleich ins Deutsche übersetzt wurde.
Aber bei der Suche fand sich dann der Film der mal zum Buch produziert wurde.
Auf YouTube in voller Länge, auch englisch aber doch gut verständlich.
Alain de Botton: The Art of Travel:
https://youtu.be/kETN114A4IE
Im Film kommt die Passage mit der Faszination der einfachen, schnörkellosen Architektur nur indirekt vor. Der Autor radelt mit zwei jungen Frauen durch niederländische Strassen und bewundert die Wohnhäuser mit den klaren Fassaden.
Höre mir jetzt mal in die englische Hörbuchfassung rein, vielleicht gehts ja doch.

endlich Strom aus Luft :-)

nach dem Einkauf einer Kollektion an kleinen Schraubenziehern, Sicherungen, Lüsterklemmen und Kabelbindern am Mittag neuer Angriff auf die verborgenen Batterieanschlüsse.

Hat dann irgendwann auch geklappt in dem engen Schacht die zusätzlichen Kabel in die Klemmen zu zwängen und anzuschrauben.

Natürlich in der prallen Sonne, die Solaranlage soll ja nicht mit Schatten belästigt werden. Nun lädt das Solarmodul über den Solarregler die Standbatterie. Die wiederum dann bei Bedarf ihren treusten Kunden, das MacBook.

Und Rolf belauert die Ladestatistik.

Anschlussfähig

Das per Aufgabegepäck nach Portugal getragene mobile Solarpanel soll nun mit dem Jumper verbunden werden.
Bei den neugierigen Funktionsexperimenten in Kreuzberg hatte die Solartasche von Wattstunde, verbunden mit dem Solarregler von Victron, bereitwillig per Bluetooth auf dem Macbook behauptet, es würde nun gern die eingesammelte Sonnenenergie in eine Batterie abgeben, wenn dann endlich mal eine angeschlossen würde.
Da war die vorgesehenen Batterie noch ein paar tausend Kilometer entfernt und döste ahnungslos vor sich hin.
Nun ist die Batterie nur wenige Zentimeter vom Solarregler und dem mobilen Solarpanel entfernt und es will nicht funken, obwohl 20 mal berührt.
Die Batterie ist unter dem Beifahrersitz sehr platzsparend verbaut, so perfekt dass man an die beiden Anschlüsse, plus und minus, nur nach einer aufwändig erscheinenden Demontage des Beifahrersitzes rankommt:
  • Lösen von 4-6 Imbusschrauben,
  • Kabel für automatische Gurtstraffung rechtzeitig lösen,
  • einige Schrauben sind nur in einer bestimmten Drehposition des Sitzes zu erreichen
  • usw.
Die einschlägigen Foren verbreiten wenig Freude bei diesem Vorhaben.
Das muss doch einfacher gehen.
Bei einem Schweizer (womoblog.ch) findet sich eine überzeugende Darstellung für die Variante „Solarregler direkt an den EBL99 anschliessen“.
EBL99 ist der „Elektroblock Version 99“, die weisse Kiste  unter dem Fahrersitz mit den viel Anschlüssen und Sicherungen. Tolles Gerät dessen Bedeutung auch erst wahrgenommen wird, wenn es mal nicht funktioniert.
Es gibt da eine Möglichkeit den Solaregler direkt anzuschliessen, hat viele Vorteile und ein paar geringfügige Performancenachteile, da könnte im einstelligen Prozentbereich Leistung verschenkt werden !
Nachteile die ich großzügig akzeptiere, bei der Aussicht den Beifahrersitz nicht demontieren zu müssen.
Einen kleinen Haken hat die genial einfache Lösung.
Es wird ein bestimmter zweipoliger Stecker benötigt, der passt dann super in den EBL99 und verbindet EBL99 und Solarregler.
Kostet 39 Euro-Cent, Bezugsquelle ist gleich verlinkt.
Bin aber in Portugal, nix mit Amazon-Prime und Nachmittags oder morgen ist die Bestellung da.
Immerhin ein Foto und Spezifikation habe ich nun von dem tollen Stecker.
Rüber in den kleine Vorort von Lissabon und die freundliche Portugiesin aus dem Elektrogeschäft zeigt mir das Geschäft mit den Serviceteilen für Haushaltsgeräte.
Dort ein  Kunde vor mir, längere und noch längere Fachdiskussion mit der Verkäuferin über Spülmaschienengeschirrkörbe und sorgfältiger Begutachtung einiger Kugellager für Haushaltsmaschienen.
Irgendwann wird der Tourist mit dem iPad und dem Steckerfoto wahrgenommen. Der Kunde spricht englisch, begreift offensichtlich mein Problem und tippt ganz pragmatisch die Koordinaten von einem Elektroteile-Spezialisten in meine Google-Maps-Suche ein, wenige Strassen entfernt.
Fein, nach 10 Minuten Zickzack durch die Gassen stehe ich in einem „Centro Comercial“, dort findet sich ein gut versteckter Elektrokramladen und viele Stecker.
Um die Sache abzukürzen, Stecker für 1 € gekauft, und nach Rückwanderung zum Jumper; passt nicht und es ist mittlerweile 14 Uhr.
Gefrustet von der lästigen  Steckervielfalt nach weiteren Alternativen gegoogelt. Es kann doch nicht so schwer sein, einen Solarregler an die Batterie zu bekommen.
Nächste Alternative, gefunden, von einem wohl ähnlich entnervten Zeitgenossen. Der hatte aktuell keine Zeit (und Lust!) für Sitzdemontagen und fand  noch ne Möglichkeit.
Man kann auch an der Rückseite des EBL99, also unter dem Fahrersitz hinten, den Laderegler bei den Eingängen der Fahr- und Standbatterie anschliessen. Hat wieder andere Detailnachteile, die ich zügig ignoriere.
Ganz neue Perspektiven auf den Fahrersitz. Da ist tatsächlich hinten auch noch eine Verkleidung die man entfernen kann und hat dann Sicht auf ein paar Anschlüsse, einmal  Masse und jeweils ein Plus für Stand-und Fahrbatterie an der Rückseite des EBL99.
Nur alles auch sehr eng verbaut. In diesem winzigen Untergrund findet sich ein lang vemisster Kaffeelöffel.
Wenig später rutscht der einzige hier brauchbare kurze, kleine Schraubenzieher durch einen Spalt unerreichbar in einen weiteren Zwischenboden.
Borge mir beim Nachbarn einen weiteren kleinen Schraubenzieher.
Blockiere zur Sicherheit vor weiteren Inventarverlusten den tückischen Zugang zur Zwischenbodenunterwelt.
Ziehe resigniert die Schräubchen am EBL99 wieder an.
Ende für heute, Lachs in die Pfanne, Weisswein auf.
Morgen hole ich ein paar grosse Lüsterklemmen im Baumarkt, sowas werden die hier ja wohl haben, und dann wird angeschlossen.

11km über Frankreich

Das Fliegen hat über die Zeit viel Exklusivität verloren.

Einmal quer durch Europa jetten ist auch für Otto-Durchschnitt oft schon selbstverständlich.

Aber die Möglichkeit im Billigflieger im Netz zu surfen und mir dabei mein Filmprogramm für die knapp 3 Stunden zusammen suchen zu können, hat mich dann doch noch verblüfft.

etwas blass geworden

Immer noch in Berlin, aber morgen geht es schon zurück.

So sauber war der Brummer lange nicht, im Winterlager hatte der Staub viel Zeit sich niederzulassen.

Nach der Fahrt durch Mitte zur Gubener mit Zwischenstopp Waschstrasse stahlt das schwarze Spielzeug gealterter Jungs wie neu.

Mit etwas Abstand sieht man genauer?   In den drei Monaten sind die Staus sicher nicht häufiger und länger geworden, aber nun wird die persönlich verbrachte Stauzeit wahrnehmbarer. Der alte Apple ist blass geworden und sicher nicht erst in den letzten Monaten.

Die Rückkehr nach Berlin im Anschluss an die typischen kurzen Jobreisen (Stadtwechsel, Büro, Hotel, Büro, zurück) verschaffte oft schon andere Aufmerksamkeit für Veränderung und Stillstand im Stadtbild.

Erstmals nach einigen Monaten zurück, ist die Sicht doch noch etwas eigentümlicher. Irgendwas im Unterbewusstsein versucht wiederholt in den Touri-auf-Stadtreise-Modus zu schalten.

Vielleicht beim nächsten Besuch mal konsequent eine Stadtrundfahrt buchen und für den 911er einen neuen alten bunten(!) Aufkleber aus der Sammelkiste holen.