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Baustelle Jumper

3.10.2019

Abschnitt Tisch

Probesitzen mit Test-Tischplatte.
Z
Mit Zeichnungen und Computerprogrammen war es nicht so ganz überzeugend gelungen, den geplanten Einbau eines Schwenktisches vorab zu prüfen.

Schwenktisch!?—>> https://www.youtube.com/watch?v=lOZsFMOU8Pg

Also nun in Teilschritten, statt „wer plant irrt genauer“, langsam iterativ von Irrtum zu Irrtum.

Gestell für Schwenktisch beschafft und mit Klemmen zur Probe montiert.

Erstes Ergebnis; der geplante Montagepunkte direkt an der Sitzbank verträgt sich nicht mit vorhandener Steckdose und Heizungausgang.

In kleinen überraschenden Details unterscheiden sich die Standardausbauten dann doch wieder. Beim Montagevorbild kommen Heizung und Steckdose unter der Sitzbank an, bei Jumper an der Seitenwand.

Am neu gewählten Punkt den Lagun-Arm montiert und ausgediente Billy-Regal-Rückseite zu Testtischplatten verarbeitet. Länge 90 passt und laest sich eingeklapppt gut in die Position längs an die Fensterseite schwenken.

Die mit der Billy-Platte simulierte Tischplatte wird mit 60*90 cm im ausgeklappten Zustand sogar etwas grösser wie der Standardtisch.

quer, eingeklappt.
eingeklappt, längs

Beginnt nun die Suche nach dem passenden, günstigen Marine-Klapptisch.

Abschnitt TTT

Air-Head montiert. Erwartungsgemaes war die Demontage der eingebauten Chemiekiste der mühsamere Teil der Aktion. Viele kleine Schräubchen und Kabel waren zu demontieren und anschliessend ein paar irrtümlich demontierte Schraubverbindungen wieder einzubauen.

Schraubensuchserviceklappe

Die nächste Demontage wäre einfacher. Dazu wird es kaum Gelegenheit geben, werde nicht nochmal ein Auto mit so einer Chemiekiste kaufen.

Die Montage des Entlüftungsschlauches zur Serviceklappe wurde dagegen unerwartet schwierig. Wenig Raum um den robusten und damit auch wenig flexiblen Schlauch, in die richtige Position zu bekommen. Gut dass ich doch noch die Air Head entdeckt habe. Die bekanntere und etwas günstigere Nature Head braucht noch ein paar entscheidende cm mehr in der Einbautiefe.

Nun wartet der Thron auf Ausflug und erste Sitzungen.

TTT

26.9.2019 TTT

Nach Einbau von Ladebooster und Batterie-Computer hat sich die Versorgung mit Bordstrom so entspannt, dass sich der kritische Engpass verändert hat.

In der Vergangenheit hat eine überraschend schnell leere Stand-Batterie für ungewollte Aufbrüche von netten Stellplätzen geführt.
Auf der Baltikumtour war Strom kein Problem. Der Ladebooster hat die Ladezeiten der Standbatterie merklich verkürzt. Der neu eingebaute Batterie-Computer macht den aktuellen Verbrauch transparenter. Damit wird absehbarer, wann das Ende der Batterie-Ladung den Einsatz von Solarpanel oder Lichtmaschine fordert. Kein Vergleich zu der Standard-Anzeige mit den bunten Leuchtdioden. Wenn da die rote Leuchte angeht, ist es eigentlich schon zu spät.

Mit der Lösung eines Problems macht man Platz für ein Neues.

Neuer Engpass beim frei stehen ist nun die Toilettenkasette geworden. Dank der SOG-Anlage konnte der Chemie-Einsatz drastisch verringert werden. Aber insgesamt ist der Umgang mit der gesamten Anlage doch immer wieder unangenehm. Die Suche und Nutzung von Entsorgungsstellen mindestens wöchentlich (beim Single-Betrieb) sind eine bleibend üble Kombination aus lästig und eklig.

So kommt man dann zur TTT (Trocken-Trenn-Toilette)
Für grössere Wohnmobilen, Yachten und Ferienhäuser gibt es den Lösungsansatz Trennung von Fest und Flüssig mit anschließender Trocknung und Teilkompostierung der Feststoffe in eimem abgeschossenen Behälter. (Komposttoilette)

Erinnert zunächst an einfache Holzhäuschen mit Herz in der Tür und Grube drunter. Scheint aber mit elektrischer Entlüftung und Filtertechnik inzwischen auch gut in mobilen Behausungen zu funktionieren.

Vorteil gegenüber Kassetentoilette:

  • längere Entsorgungszyklen, mindesten < eine Woche
  • keine Chemie
  • komplett aus KFZ zu entfernen für Wartung/Entsorgung
  • geringerer Wasserverbrauch und Gewicht (Wasser/Abwasser)

Kastenwagen schienen mir für die Lösung zu klein.
Nach einigem Suchen im WWW finden sich dann doch ein paar geglückte Einbauten solcher Systeme bei Movinggrooving und Whatabus

Dort wurde jeweils eine Natures-Head verbaut.

Von Natures-Head zu Airhead

Vergleich

Nach Ausweitung der Recherche auf amerikanische Seiten und einigen Erfahrungsberichten auf YouTube bin ich dann noch auf die Airhead gestossen.
Auch kein Schnäppchen, bei knapp 1200 Euro für „3 Kunstoffbehälter und eine Kurbel“ denkt man schon mal an Eigenbau. Dafür braucht es aber Platz und in der Regel sind die Konstruktionen nur auf Trennen und Tütenwirtschaft ausgelegt.

Bei Amomout ist eine Eigenkonstruktion samt Rührwerk zu finden, in einer grossen Expeditionskabine.

Airhead gegenüber Natureshead:

  • Kompakter (kürzer, ragt nicht in Duschraum)
  • Entsorgung, Flüssigbehälter ohne Öffnen des Feststoffbehälters möglich
  • Sitz wechselbar
  • Lüfter an Fahrzeugwand verbaut statt am Behälter,

Nach x-mal Abmessungen und Zeichnungen kontrollieren nun bestellt, Einbau nächste Woche. Bin gespannt.

Ein paar Videos zu dem tollen Thema:

Vergleich airhead mit Natures Head