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Bildschirmrückseitenberater

14.9.2019 Riga Kaum hat der neue, frisch montierte Scheibenwischer die erste Runde gedreht, strahlt mich eine Steinschlagdelle im Glas an. Die erste Hoffnung „nur ein grosser Wassertropfen“, zerplatzt nach großzügigem Einsatz von Wischer und Waschdüsen. Der Zufall hat die runde Delle genau im zentralen Sichtbereich des Fahrers plaziert, die mit Abstand nervigste Stelle der gesamten Windschutzscheibe. Im Vergleich zu den Schlierspuren des gerade getauschten alten Wischers, war dies nun ein echtes Problem. Gibts hier sowas wie Carglas, wie kompliziert wird das mit der Versicherung, so ein Murx. Die Suche nach dem neuen Wischer war schon nervig und nun dass. Versuche im Supermarkt einen passenden Scheibenwischer für Jumper zu erstehen, waren mehrfach gescheitert. Die kleinen Teile für PKWs gibt’s, aber Jumper verlangt nach 64 cm Länge auf der Fahrerseite und hat natürlich einen abweichenden Befestigungsclip. Heute nun entschlossen einen Autofachhandel angesteuert und dort an einen coolen Kundenberater geraten. Die Verständigung per Englisch klappt gut, aber die Fachkunde belastet den Kaufprozess. Hinter dem breiten Beratungstresen habe ich schon ein grosses Bosch-Regal mit Wischern erspäht. Aber die Fachkraft …

nur mal eben schnell

Seit Jahren nerven bei dem kleinen Renner die erlahmten Gasdruckdämpfer der Kofferraumhaube. Aufgabe dieser Teile ist das Offenhalten der Haube. Der Kofferraum ist, wie beim Käfer vorn, hinten ist ja wenig Platz wegen der dort verbauten Schubtechnik. Bisher durfte die Aufgabe ein Schirm übernehmen. Geht gut, bis man beim Kramen im Keller des Fahrzeugs den Schirm beiseite schiebt oder ein Windstoss nachhilft, dann Beule am Hinterkopf. Passiert gern bei Regen, Nachts beim Werkzeug suchen oder Starthilfe-Manövern mit Batterie-Beteiligung. Also in den passendsten Situationen als Sahnhäubchen zum Stress. Für knapp 20 Euro gibt es neue, funktionierende Gasdruckdämpfer. Letzte Woche angekommen, heute sollte die Investition mal eben schnell eingebaut werden. Sind ja nur 4 Schrauben oder Bolzen zu lösen… Die oberen beiden Befestigungen sind auch gut sichtbar, bei näherer Betrachtung sind die Gegenstücke aber auch mit Hilfe von Taschenlampe, Spiegel und Kamera kaum zu sehen. Irgendwo tief unten hinter Spritzblech, Tankschlauch und Kabelbäumen – wird wohl doch etwas schwieriger. Die heutige Bastelstunde auf das Tauschen der Scheibenwischer gekürzt, wenigstens ein kleines Erfolgserlebnis muss schon sein. Zurück am …

im Sandkasten

Die geruhsame Fahrt durch den Nationalpark Coto de Doñana endete mit einem Offroad-Sprint.Es begann mit einem kleinem Ausweichmanöver. Beim Umfahren einer kleinen Sandbarriere auf dem Weg pflügen sich Fahrer und Jumper in ein Sandloch. Bei der zügigen Bewegungen von Fahrzeugen mit Geschwindigkeiten jenseits der Vernunftgrenze war geringe Bodenfreiheit immer sehr willkommen. Je tiefer je besser. (10 cm schwebte mein Simca Ralley II über die Berliner Pflaster).   Aber beim Manövrieren der aktuellen Behausung zwischen Schlaglöchern, Schlammpfützen und Sandhaufen wird jeder Zentimeter Bodenfreiheit gebraucht.So ändern sich die Prioritäten. Hätte jetzt gern 30-50 cm … Durch kleine Sandfelder auf dem Weg kommt man mit Schwung und Drehmoment. Wenn aber Gewicht und Schwung auf ein etwas tieferes Sandfeld oder Schlammloch treffen, reduziert Jumper die wenigen Centimeter Bodenfreiheit in Sekunden auf 0. So bereitwillig der Diesel die Masse Auto und Inhalt die Hügel raufschleppt, so konsequent pflügt er sich bei Gelegenheit dann auch bis zu den Bodenblechen in den weichen Untergrund.Befreiung dann durch fleissiges Freischippen, Fahrspur mit Kies oder Zweigen vorbereiten und dann mit Gas und Kupplung aus der Falle schaukeln. Immerhin …

P0299, erledigt.

Er brummt wieder brav die Hügel und Berge hoch. Der Fehler P0299, „Saugluftdruck zu niedrig“, wurde letztlich durch Tausch eines Luftstromsensors repariert.Die Tournee durch 3 Fachwerkstätten endete bei einem Boschdienst. Statt den kompletten Turbolader „in den nächsten Wochen“ zu ersetzen, Lösungsansatz Citrön, wurde innerhalb einer Woche ein Sensor bestellt und getauscht. Hatte mich mental und ökonomisch schon auf einen Tausch des Turboladers eingestellt. Mit dann nur etwa 10 % der erwarteten Kosten, ist die Stimmung sehr aufgehellt. Jumper brummt jetzt wieder brav die Steigungen rauf. Statt konzentrierter Schalterei im optimalen Drehzahlbereich, einfach wieder Tempomat einschalten und rollen lassen. Mit dem kaputten Sensor ging es nur zwischen 2000 und 2500 RPM voran. In der Ebene kein Problem, aber z.Bsp. auf der Strecken von Malaga nach Ronda kriecht man da auch mal mit 30 km/h und Warnblinker die Hügel rauf. Kaum läuft der Antrieb wieder normal, drängen die Abmessungen wieder in die Aufmerksamkeit. Die Anfahrt auf den nett gelegenen Übernachtungsplatz oberhalb von Antequera wurde in einem Forum als „etwas kniffelig mit einem Anhänger“ beschrieben. Na dann kann es ohne Anfänger kaum Probleme …

Gutenberg Editor

Etwas ungewohnt und sperrig zu Anfang. Wie fast alle neuen Werkzeuge, fordert der neue WordPress-Editor Umgewöhnung. Besonders die unbewussten Gewohnheiten beim „mal nur schnell was anpassen“ lassen einige Neuerungen („Block, Dokument, Classic !?!“) zunächst umständlich erscheinen. Auch hier hilft wohl nur, wie bei denn ungeliebten Vokabeln, stur täglich üben Kontinuität vor Umfang! ?