Autor: RolfL

Wasserpumpe, mal wieder

seit etwa 3 Tagen erledigt die Tauchpumpe ihre Arbeit nur wiederwillig und mit quitschenden Geräuschen. Die Dusche am Morgen war dann der letzte Beitrag des kleinen Elektromotors zum Betrieb des rollenden Zimmers. Nachmittags gab es keinen Mucks von der Pumpe und kein Wasser aus dem Tank. Zum Abschied hat sie noch eine 5A Sicherung gegrillt. Schön dass da noch die Ersatzpumpe aus Irland mitreist. Das inzwischen etwas erweiterte Werkzeuglager in den Tiefen des Jumpers machte sich beim nun anstehenden Pumpenwechsel deutlich bemerkbar. Der Wechsel ging richtig zügig ohne umständliche Improvisation mit Küchengeräten (Kabel kürzen, abisolierenmit Schere und dergl. Spässe) zügig voran, schon nach gut 15 Minuten war die Ersatzpumpe drin. Gut 2 Jahre hat diese Pumpe durchgehalten. An die eingebaute Ersatzpumpe, die mühsam in Irland erstandene, passt natürlich immer noch nicht das Comet-Rücklaufventil. In gut 3 Wochen wird eine Orginalpumpe aus Berlin eingeflogen, so lang geht es auch gut ohne Rücklaufstopper. Besonders wenn man noch gut in Erinnerung hat, wie unerwartet umständlich der Betrieb ganz ohne „Wasser aus Wand“ wäre. vgl.: https://2020kommt.de/tauchpumpe/

tschüss 2019

2019, schon Vergangenheit Nur ein paar Stichpunkte aus meinem „Jahresabschluss“ zu viele Kilometer gefahren (fast 30000 km lt Tacho) zu viele neue Länder/Orte, bleibende Eindrücke verlangen Zeit! zu wenig Bücher gelesen (statt dessen vielleicht zu viel Tourenbeschreibungen und zu „Technik rund um Leben auf Rädern“ gelesen. Baltikum: man fährt von Berlin nur wenige Stunden nach Osten, die Sprachen werden immer fremder und unverständlicher/unlesbarer – gleichzeitig trifft man häufiger auf deutsche (Kultur)Geschichte (z.Bsp.: Mann, Kurische Nehrung) Venedig: Gassen, Ruinen, Wasser… faszinierend. Immer nur schön Abstand zum Markusplatz halten 🙂 Portugal: die Wärme zieht an die Algarve und da werden die vielen rollenden Eigenheime zur Plage. Der Alentejo ist schöner, leerer und leider kälter. Wohnen/Leben im Jumper fühlt sich inzwischen „normal“ an. Wohnen in einer Immobilie ist dagegen doch sehr immobil. Wird leider in Massen entdeckt (#Vanlive) TTT, die jüngste technische Investition in den Jumper hat sich mehr als bewährt. Entsorgungsintervall ist von alle 3-4 Tage auf 3-4 Wochen gesprungen. Consozial Nur so ein Eindruck: Im Herbst, vor Abfahrt in den Süden, zur Orientierung auf der Consozial. …

Moppelei

7.12.2019 Quarteira Es gibt Tage, da möchte man auf mehr oder weniger interessante Nachbarschaft verzichten und stellt sich auf einen fast leeren Strandparkplatz zwischen die PKWs. Passt Jumper gerade noch so rein. Die kleine Gemeinde rollender Behausungen drängt sich ein paar Hundert Meter weiter östlich oben auf den Klippen mit freier Sicht aufs weite Meer. Solche Ansammlungen locken gern mal ungebetene Überraschungs Gäste an. Da gibts was zu holen oder abzukassieren. Vorhin mal durch das Spalier der grossen und kleinen, mehrheitlich Plastikboxen spaziert und die vereinzelt brummelnden Diesel im Stand gehört. Wenn die Solarzellen am Tage nicht fleissig genug waren, muss abends der grosse Diesel per Lichtmaschine die Batterien wieder fit für den Fernsehabend machen. Die schönste Satelitenschüssel versagt, wenn kein Strom. Die Moppelei wird selten synchronisiert, nein lieber wird zeitversetzt, also ständig gemoppelt. Noch ein Grund etwas Abstand von den Massen zu halten. Ein grosser Jeep hat sich trotz, oder vielleicht auch wegen Allrad zu unaufmerksam , auf dem Strandabschnitt zwischen den beiden Wohnmobilgruppen festgefahren. Schon gemein, er ist offensichtlich der Spur eines leichteren …

Mertola

26.11.2019 Mertola, Portugal Wieder auf der Betonplatte unten am Fluss. Enten lassen sich träge durch den Morgennebel treiben. Postkartenstimmung. Dann kommt ein Angler und laest sein Radio Rocksongs der 60er dudeln. Nach einer 1/2 Stunde und einem Gespräch mit einem Einheimischen ist der Belgier samt Radio plötzlich wieder verschwunden. Ein paar Wohnmobile stehen in angenehmen Abstand nebeneinander am Fluss. Und, wie in der Navigationsapp als Episode beschrieben, genau eine grosse weisse Kiste hat sich quer in Sicht der Anderen vor das Flussufer postiert. Ein Belgier. Ist heute mein belgischer Tag.

Tennisgelände

21.11.2019 Alcobaca Am Morgen haben sich die merkwürdigen, mechanischen Geräusche nebenan geklärt. Am Vorabend hatte ich den Jumper in der Dunkelheit neben einem Container eingeparkt. Der Platz am Strand bot schöne Aussicht bei Sonnenlicht, dann aber nur noch lautes Brandungsgetöse in der Dunkelheit. Mit der Aussicht auf einen gelungenen Frühstart mit frischen Brötchen lockte der Supermarktparkplatz 15 Minuten entfernt. Also mal wieder, entgegen aller guten Vorsätze, ( „ab 15 Uhr neue Stellplätze bei Licht anfahren“ ) mit Susi‘s Hilfe durch Regen und dunkle Wege zum Supermarkt gerollt, eingeparkt und früh eingeschlafen. Und in der Früh nun die Quietscherei auf der Fensterarmen Seite von Jumper. Irgendwann dann doch zu neugierig, Schiebetür auf;Der Container ist ein Container mit Müllpresse. Und die intonierte ab ca. 6 Uhr die dumpfen Polter- und QuietschGeräusche. Nun also früh wach, könnte man die frischen Brötchen… Supermarkt macht erst ab 9 auf. Dann eben nicht. Müsli, Kaffee und auf die Rollbahn. Leiste mir Maut (Tollcard) und langweilige, aber zügigere Bewegung per Autobahn zur nächsten Übernachtungsstation. Stellplatz auf dem Gelände eines Tennisclubs in Alcobaca …