„woher kommt der Reichtum her“ (Wilson, 1983)

„Wo kommt der Reichtum her? Wenn man orthodoxen Wissenschaftlern glauben will, stammt er aus Land, Arbeit und Kapital. Die Marxisten hingegen behaupten, dass er nur mit Hilfe von Land und Arbeit erreicht wird und der Kapitalist ein Dieb ist, der ein künstliches Buchhaltungssystem in den Prozess hineingetragen hat. Beide haben Unrecht. Land und Arbeit allein, aber auch Land, Arbeit und Kapital können nicht neuen Reichtum produzieren, wenn man von der falschen Idee ausginge, Öl ausgerechnet da zu suchen, wo es kein Öl gibt. Die wirkliche Quelle neuen Reichtums sind die richtigen Ideen: brauchbare Ideen, d.h. negative Entropie oder Information. Der Ursprung solcher kohärenten (brauchbaren) Ideen ist das menschliche Nervensystem. Reichtum wird erst dadurch ermöglicht, dass menschliche Wesen ihre intelligenten Neuronen benutzen. (…) Der Buddhist weiß, dass das Gehirn all das produziert, was wir erfahren – all unsere Schmerzen und Sorgen, all unsere Wonnen und Ekstasen, unseren höheren evolutionären Durchblick und die zeitüberschreitenden Erlebnisse höchster Verzückung. Und auch im materialistisch-ökonomischen Sinne ist das Gehirn der größte Schatz im Universums: es produziert all die Ideen, die, wenn sie sozial angewendet werden, zu größerem Reichtum führen: Strassen, wissenschaftliche Gesetze, Kalender, Fabriken, Computer, lebensrettende Medikamente, Ochsenkarren, Autos, Düsenflugzeuge, Raumschiffe …“

Der neue Promotheus – Robert Anton Wilson 1983

gefunden bei Patrick Breitenbach

2 Antworten auf „„woher kommt der Reichtum her“ (Wilson, 1983)“

    1. leider nicht,
      hab die Diskussion zum Zitat bei Facebook verfolgt, wurde neugierig war dann ganz enttäuscht dass es (noch?) keine Kindle-Version gibt.

      Danke fürs Angebot, komme ich beim nächsten Berlinbesuch im Herbst gern drauf zurück.

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