Deutschland, Gesellschaft
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#TeamDrosten gegen #Bild

28.5.2020

Alles schick


  • Die Sonne scheint,
  • Börsenindices steigen weiter mit den expoldierenden Geldmengen um die Wette,
  • Problem Corona hat sich ohne Impfstoff, Behandlungsmethode und Tracing-app erledigt,
  • kleine und grosse Krisenprofiteure nutzen die Chance für Überwachungsgesetze, Radwege und neue Haushaltslöcher.
  • alles schick…
  • nur die Wette läuft unbeirrt weiter.

#TeamDrosten gegen #Bild

Mit dem Abbau von Rohstoffen oder industrieller Massenproduktion wird dieser schöne Landstrich zwischen Nordsee und Alpen in Zukunft seinen Wohlstand kaum weiter sichern können.

Massenproduktion läuft inzwischen besser mit Massen in Asien;
und Rohstoffe gibts da auch genug.

Der Übergang von Ackerbau und Viehzucht auf Industrieproduktion war, von Revolutionen und Kriegen begleitet, in Europa recht ungemütlich. Der Übergang von der Industriegesellschaft zur Wissensgesellsdhaft verläuft hoffentlich weniger dramatisch.

Durch Digitalisierung, Kreativität und Erfindergeist wird die hochqualifizierte junge Wissensgesellschaft in Zukunft den Wohlstand in Form von ökologisch korrektem Leben in ökologischen Häusern zwischen Radwegen, Parks und Pflegestützpunkten sichern.

So die Hoffnung, dekoriert mit Begriffen wie Transformation, Digitalisierung, Lebenslanges Lernen usw.

In Erkenntnis dieser Zukunftsperspektive wird nun in Bildung und Ausbildung des Nachwuchses investiert, digitale Infrastruktur und Grundbildung wird auf Gegenwart gehievt … und im öffentlichen Diskurs macht sich eine breite Anhebung des Bildungsniveaus bemerkbar!?

Nun ja.

Entwicklungsstand der Wissensgesellschaft

Aktuell führt die zukünftige Wissensgesellschaft vor, was sie so von Wissenschaft versteht und hält.
Scheint so eine Art Sympathie- und Meinungswettbewerb zu sein.

#TeamDrosten gegen #Bild

Ein Wissenschaftler stellt, vor der beabsichtigten Veröffentlichung, anderen Wissenschaftlern ein Papier zur Diskussion. Eine Boulevardzeitung pickt sich aus diesem Diskurs Teile und Zitate nach eigener Interessenlage zusammen und baut daraus einen Anklageartikel nebst Aufmacher.

Könnte man als üblichen Beitrag eines anerkannten Fachblattes für Neid, Hetze und Missgunst abtun. Aber diese Journalisten machen sowas, weil es funktioniert (Aufmerksamkeit bringt – Werbeerlöse) und sie ausreichend entsprechend simples Potential erwarten.
Und dieses Potential gibt es offensichtlich immer noch ausreichend, wie man auch auf seltsamen „Hygienedemos“ besichtigen kann.

Schwierige Voraussetzungen für das Projekt Wissensgesellschaft.

Üblicher Ablauf

  • Irgendwas wird erforscht.
  • Ergebnis wird als Text (Pre-Print=„vor dem Druck“) anderen Forschern zur Verfügung gestellt.
  • Die Kollegen (Wissenschaftler sind gefragt, weniger Unterhaltungskünstler) unterstützen den Prozess per Kritik und ggf. mit weiterführenden Anmerkungen.
  • Auf dieser Basis wird dann das Ergebnis der Forschung / Studie in einer möglichst angesehen Fachzeitschrift veröffentlicht.

Die Kritik wird hier als Teil des Arbeitsprozesses verstanden.
(Kritik beim Smalltalk über Boulevard-Themen, persönlichen Auseinandersetzungen oder meinungsbasierten Auseinandersetzungen hat andere Absichten und Ziele)

Auch das Team um Drosten veröffentlichte seine Studie als sogenannten Pre-Print, sodass andere Forscher die Möglichkeit haben, auf die Ergebnisse zuzugreifen, die Ergebnisse und Methoden zu bewerten und Anmerkungen zu machen.

Gewöhnlich werden Studien erst nach einem weiteren Schritt einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt, wenn sie einen sogenannten „Peer-Review-Prozess“ durchlaufen haben – also von anderen Fachwissenschaftlern bewertet und gecheckt wurden – und in einem Fachmagazin erscheinen.

Auch dann noch ist es normale wissenschaftliche Praxis, Studien weiter zu debattieren und Forschung weiterzutreiben.

Hoffnungsvoll stimmt

  • Wissenschaftler können auf vielen Kanälen selbst reagieren, und sind nicht auf versteckte Gegendarstellungen angewiesen
  • die Kampagne ist primitiv genug um erkannt zu werden (gab schon subtilere)
  • Die Geschichte ist gut dokumentiert, hat als Fallstudie für Propaganda noch Perspektive :-), Streeck, Laschet und Storymaschine bieten dann noch Vergleichsmaterial


https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/regierung-laschet-wusste-frueh-von-pr-fuer-heinsbergprotokoll-16766160.html

https://www.tagesspiegel.de/politik/ich-habe-besseres-zu-tun-drosten-kritisiert-bild-scharf-und-die-zeitung-veroeffentlicht-einen-kritischen-artikel/25858488.html

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/das-kesseltreiben-der-bild-zeitung-gegen-den-virologen-christian-drosten-16789146.html?GEPC=s3

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