Spanien
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Schlammschlacht

Nur weil ich so eine interessante Statue auf einem fernen Hügel angucken wollte, bin ich spontan von meiner direkten Strecke Richtung Westen/Portugal abgewichen und auf eine Nebenstraße abgefahren.
Die französische SIM-Karte hatte inzwischen, wie erwartet,  den Betrieb in Spanien eingestellt und für die restliche Strecke nach Portugal schien mir die Papierkarte völlig ausrechend. Also kein Internet, um mal schnell nachzuschauen, was das da vorn wohl ist sondern,  hinfahren und angucken.
Also kurzer Einschub Touri-Programm, wir gucken uns was an und knipsen Fotos.
Wurde dann ein etwas längerer Ausflug.
Über die Nebenstrasse einfach Richtung Statue in der Ferne.
Wenig später führte diese Nebenstraße unter einer Autobahn hindurch. Die erste Unterführung erschien mir etwas schmal und war vollständig mit Regenwasser gefüllt. Jumper ist kein Expeditionsmobil, also weiter zur nächsten Unterführung.
Die war wesentlich breiter und nur einige Pfützen erinnerten an den nächtlichen Regen.
Eine dieser harmlosen Pfützen brachte Jumper recht abrupt zum stehen und sorgte für Frühsport.
Mit viel vorwärts/rückwärts Schaukelei, ausbuddeln der Antriebsräder und Zweige unterlegen bewegten wir uns langsam wieder zurück.
Zu langsam und vorsichtig, Jumper steckte im nächsten Tümpel fest.
Also Aussteigen, Buddeln, Einsteigen, Zentimeter weiter fahren, Aussteigen usw. Fahrer und Fahrzeug nahmen den Schlamm gut an.
Allradantrieb, mehr Bodenfreiheit standen nun auf der gefluchten Wunschliste für den nächsten fahrbaren Untersatz. Die Pfützen waren nicht tief, aber der Schlamm in dieser Unterführung klebt hervorragend.
Bei der späteren Beseitigung der Manöverfolgen aus Fahrerhaus und Klamotten brauchte es viel Wasser und Bürsteneinsatz.
Mit tatkräftiger Unterstützung eines vorbeikommenden freundlichen Spaniers und seinem verspielten Boxerhund, viel Kies und Sträuchern, wühlte sich Jumper irgendwann dann doch langsam rückwärts aus der Unterführung.
Der Boxer missverstand das Sammeln von Kies und Zweigen als neues Spiel und schleppte ein paar Zweige emsig wieder weg.
Der Spanier sprach so viel Englisch wie ich Spanisch, also Verständigung per Gestik und demonstrativem Vormachen/Nachmachen.
Dem mit eindrucksvoller Gestik vorgetragenen Vorschlag, mit viel Anlauf noch mal durch die Unterführung zu spurten, mochte ich in Kenntnis der bescheidenen Bodenfreiheit meiner rollenden Behausung nun aber doch nicht folgen.
Vorwärts ging es nur in längere Untiefen und das Interesse an der Statue war inzwischen bei Minus 5 angekommen.
Also brav rückwärts 2 Kilometer zur nächsten Wendemöglichkeit und dann direkt wieder auf die Autobahn.
Die nächste Anschaffung wird eine stabile große Schippe sein. Mit der kleinen Pflanzen-Schippe war es doch etwas mühsam ausreichend Material unter die Reifen zu kriegen.
Jetzt aber schnurstracks Richtung Portugal. ich hab erst mal wieder die Nase voll von solchen Abenteuern.
Nachtrag 25.11.2018
  1. Die gesichtete Statue interessierte erst wieder am nächsten Tag: https://de.wikipedia.org/wiki/Christus_von_Otero
  2. Die superschlaue Uhr meldete sich kurz nach Ende der Aktion mit dem Hinweis, dass ich an diesem Tage zu dieser Uhrzeit ungewöhnlich wenig Schritte absolviert hätte. Haha!!  Aber der grüne „Trainingsring“ lag gut in der Zeit.
  3. Den Sonntag Vormittag habe ich dann mit Schlamm schrubben verbracht.

2 Kommentare

    • RolfL sagt

      die fehlende Dusche würde ich bei dem Ausbau doch sehr vermissen 😉

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