Spanien
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ruhiger Abend

20190313


Der Tag begann mit einer ganz langsamen Fahrt durch andalusische Berglandschaft von Grazalema nach Zahara del la Sierra. Kaum Verkehr, nur ein paar verschwitzte Radfahrer in bunten Strampelanzügen und vereinzelt kleine Mietwagen mit eifrig knipsenden Insassen. Die Einheimischen kennen wahrscheinlich schnellere Wege. 
Also man konnte ganz langsam fahren, ohne die Chance irgendwen zu behindern. Manchmal einfach stoppen um eine überraschende Aussicht nach einer Kurve zu bewundern. 

Irgendwann war auch diese Strecke zu Ende. Susi sollte ich mich zu einem Supermarkt führen, die Frühstücksvorräte kaum noch vorhanden und der Magen knurrt.Hat sie auch brav gemacht, nur der nächste Supermarkt innerhalb von 30 km lag mitten in einer der kleinen verwinkelten Städtchen. Und schon hing ich wieder in einer engen steilen Gasse, die Susi mir als Durchgangsstrasse verkaufen wollte. Die hohe Dichte an Souvenirläden links und rechts, lies auf ein beliebtes Ausflugsziel schliessen. Zwischendurch wähnte ich mich mitten in einer Fußgängerzone, rangierte mit Jumper zwischen Kaffeegarten-Bestuhlung durch. Irgendwo krähte es dann auch noch aus einer Reisegruppe „guck mal, ein Berliner“.Hatte ich ein Schild übersehen, Fussgängerzone, nur PKW oder ähnliches !? Ich war schon bereit, durch die nächste breitere Einbahnstrasse, ohne Rücksicht auf Fahrtrichtung, die Flucht zum vermuteten Dorfausgang anzutreten. 
Ein einheimischer Lieferwagen preschte zügig in die von mir als weiteres Mauseloch eingeschätzte Gasse. Jumper ist von der Breite ein ganz normaler Lieferwagen. Susi wollte da auch durch. Hab mich dann der Mehrheit angeschlossen.Am Ende der gewundenen, zum Ende natürlich auch noch in einer Kurve ansteigenden Gasse, fand sich dann tatsächlich ein Parkplatz.Zwischen den vielen kleinen PKWs fand sich noch ein Plätzchen für Jumper.Und auch eine Ausfahrt steil abwärts zur Landstrasse war zu erkennen. Mit Rucksack dann los zurück Richtung Supermarkt. An dem war ich schon unbemerkt vorbei gefahren. Einfach übersehen diesen winzigen Laden, kaum grösser wie eine Garage.
Frühstückskram zusammen gesucht und zurück. Entlang der Strecke die Tafeln vor den Sehenswürdigkeiten betrachtet und gestaunt, dass ich mit dem blauen Blechkasten vor wenigen Minuten hier durchgefahren sein soll.

Die tolle Aussicht dazu genutzt einen netten Stellplatz unter  am Stausee zu suchen. Runterfahren, frühstücken, Laptop auf, Brexit-Theater gucken.

Wenige Stunden später ist das Datenvolumen der SIM-Karte wir erwartet aufgebraucht,
Aber unerwartet, mit ausländischer Kreditkarte laesst sich das Volumen entgegen der der Anleitung dann doch nicht aufzuladen.Luxusproblem.Könnte nun ein ruhiger Abend am See werden. Bin dann doch in die nächste Stadt gefahren.

An Tankstellen und Zeitungsläden soll man die Karte direkt aufladen können.  

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