Portugal, Reisen, Spanien
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Platzwahl und „weisse Pest“

20190315

In Portugal beginnt die Saison mit dem Räumen von Plätzen.
Bin wohl rechtzeitig Richtung Spanien verschwunden und habe selbst keine Räumung erleben müssen.

Katastrophale Zustände an der Algarve. Die weiße Pest überflutet das Land. Portugal hat schon reagiert und räumt nun viele Plätze täglich und verhängt Strafen. Schade, dass es soweit kommen muss. Aber Parkplätze sind nun mal keine Campingplätze für Wohnmobile! pic.twitter.com/KZxbZDvfTG— AMUMOT (@Andre_AMUMOT) 15. März 2019

https://twitter.com/Andre_AMUMOT/status/1106442630961999872

Hier, in Andalusien, nun ein etwas abgelegener Platz, im Gelände.  Für Jumper noch problemlos erreichbar und keine „weisse Pest“ weit und breit.

Wobei der Begriff „weisse Pest“ m.E. eine etwas irreführende Bezeichnung des Phänomens der Womo-Massen darstellt. Die rollenden weissen Kunststoff-Container sammeln sich gern auf Plätzen und stehen eng beieinander. „Kuschel-Camper“ und „Wohnmobil-Tetris“ sind die noch relativ freundlichen Bezeichnung dieser Gruppe durch die anderen Abteilungen der wachsenden Gemeinde des fahrenden Volks.

Gerade die grösseren Plaste-Container haben eine funktionierende Sanitäreinrichtung an Bord. Die Besatzungen der coolen kleinen Vans hingegen pflegen, mangels entsprechender Ausrüstung, gelegentlich eine am Mittelalter orientierte Entsorgungstechnik. Bei entsprechender Menge, und inzwischen sind in den Küstenregionen grössere Mengen wahrnehmbar, wird es unangenehm in Dünen und Wäldchen nahe der Strände. Dass da nun mal selbst die duldsamen Portugiesen die Geduld verlieren und die unhöflichen Gäste von den Stränden scheuchen, ist verständlich.

Hier habe ich ganz andere „Probleme“. Bio-Krawall !
Einen netten Platz fürs Wochenende gefunden. Nächste Nachbarn 200 Meter Abstand, Kühlschrank, Futterkiste und Wassertank sind voll. 

Abends kommen dann auch noch ein paar Pferde zu Besuch.

vielleicht mal Kamera gerade halten ?

Aber die Ruhe täuscht.

Nachts, lange vor Sonnenaufgang, beginnt ein Hahn zu krähen. Die kleine Landwirtschaft hinter dem Wäldchen hatte ich bisher nicht wahrgenommen.

Unermüdlich pflegt er seine Kommunikationsübungen mit kurzen Unterbrechungen bis in den Morgen. 

Dann antwortet endlich ein zweiter Hahn aus der Ferne. Zum Frühstück ist dann mal Pause. Aber gegen 12 wird weiter gekräht.

Habe den Wohnsitz dann kurzentschlossen 500 Meter verlegt. Vorsichtig und langsam am Ufer entlang rollen, hat ohne Manöverschäden geklappt. Keine Lust für die paar Meter die komplette Umstellung auf Fahrbereitschaft abzuarbeiten.

Mal abwarten, ob noch eine lautstarke „endlich-Wochenende-Feiertruppe“ einen der Grillplätze in Gang setzt.

2 Kommentare

    • RolfL sagt

      klar, im Sommer finde ich Berlin ganz toll 😊

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