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Muster finden (DreamSideOut, The Conservation)

Zeichnen als Gespräch mit dem leeren Blatt.

Zwei Phasen.
Es beginnt mit schnell gezogenen Linien auf dem weißen Blatt.
Aus den Linien und Kreuzungen bilden sich Muster und verblassen wieder.
Die einzelne Linie hat keine Bedeutung, erst mal in Gang kommen, Möglichkeiten schaffen.
Im Zeitraffer des Videos ein leichter und schneller Prozess.
Mehrmals bietet das Gekritzel geahnte Gestalten an und die werden wieder verworfen.
In der zweiten Phase ist die Entscheidung für eines der Gesichter gefallen.
Auch im Zeitraffer erkennbar, wandeln sich die schnellen Zeichenbewegungen zur langsameren, konzentrierten Detailarbeiten..
Hier kritzelt offensichtlich nicht der unbedarfte Amateur, der Zeichnerprofi nutzt gezielt sein Handwerk.
Sorgfältig werden mit feinen Strichen Lichteffekte in die Augen gebracht. Ein Gesicht wird lebendig und bekommt Ausdruckskraft.
Die wirren Krakellinien des Anfangs sind schon lange überdeckt oder gelöscht, bleiben doch Basis der entstandenen Zeichnung.
Wie ein neu zu begreifendes Wissensgebiet, erst mal frei Impulse, Fakten und Geschichten sammeln.
Langsam bilden sich, wie von selbst, Muster aus Begriffen und  Zusammenhängen. Immer neue Perspektiven auf das Gebiet. Es wird vertrauter, manchmal aber auch unverständlicher wie erwartet.
Eine neue, eigene Landkarte entsteht.
Der Übergang vom lockeren, absichtslosen Liniensammeln zum Ausgestalten eines erkannten Musters ist der schwierige Punkt.
Mit der schnellen Entscheidung für ein entdecktes Muster aus Begriffen und Zusammenhängen, kommt gleich auch der Verdacht, eine wesentlichere Alternative zu verpassen.
Aber beim längeren Sammeln von Material und Perspektiven schwindet die Zuversicht noch zu einem brauchbaren Ergebnis zu kommen.
Was tun?
öfter Karten zeichnen, schneller Scheitern übt 🙂

 

 

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