Allgemein, Lettland
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Liepaja

11.8.2019, Sonntag, doch noch auf dem Campingplatz am Meer.

Nebenan lärmt das deutsche Paar über einen verschwunden Schnuller. Im Hintergrund wütendes Gebrüll des Junior-Campers.
Er hat mit dem Schnuller nichts gemacht, er war gestern mit Fahren beschäftigt. Sie fragt ihn unbeiirt weiter nach dem Verbleib des Schnullers, dazu weiter Gebrüll, er wiederholt stoisch sein Alibi. Die Brüllerei verstummt plötzlich, wurde der Schnuller gefunden oder Interesse verloren? Man weis es nicht.

Zum Frühstück gab es heute zum Test Müsli mit Apfel, warte interessiert auf Zeichen von Unwohlsein. Hab immer noch Müsli im Verdacht als Verursacher einiger Probleme im Frühjahr. Zweiter Kandidat ist noch ein Curry-Gewürz, beide Kandidaten für 2 Monate gemieden, keine Probleme. Aber Korrelation ist ja nicht mit Kausalität zu verwechseln, abwarten.

Dann erneuter Anlauf mit einem angeblich „einfachen“ CAD-Programm, Basis-Tutorial angesehen und leidlich erfolgreich nachgebaut.
Will ich lernen, muss man aber wohl auch kontinuierlicher dran bleiben, sonst wird das Nix. Anschliesssend die tägliche Vokabelpauckerei.

Schnullerclub hat sich dauerhaft beruhigt, bleibe heute noch hier.
Hab noch keine genaue Vorstellung wann und wie weit weiter nach Norden Richtung Kolka fahre.

Mountain-Bike gerüstete Nachbarn berichten, man könne gut am Strand lang bis nach L. fahren. Also heute mal Stadtbesuch mit Bromi.

Die Prognose zur Strandbeschaffenheit stimmt mit Einschränkungen, auf dem schmalen dunklen Streifen zwischen Wasser und hellem Sand bewegt sich Bromi nur mit zusätzlichem Kraftaufwand durch Pfützen und Sand.
Nach einigen Kilometern strampeln und schieben die Stadtgrenze von L erreicht. Ab hier geht es auf einem asphaltierten Radweg durch Schatten und Wald bis zur Innenstadt.
Zurück hat mir Google eine Busverbindung rausgesucht.
Die Innenstadt-Eindruck hat sich seit der kurzen Durchfahrt mit Jumper zwecks Supermarktsuche nicht verändert. Die Seitenstrassen sind so spannend wie die Hauptstraßen. Plattenbauten und dazwischen vereinzelt interessante Altbauten, teils restauriert, teils im Verfall.
Meine Sicht, sicherlich kann man diese Relikte des industrialisierten Fertigteilbauens anders wahrnehmen.

In einem Supermarkt mit Bromi ahnungslos am Sicherheitsdienst vorbei gerollt, Fahrräder sind im gesamten Einkaufszentrum verboten, Schild habe ich nicht gesehen oder verstanden. Bromi ist kein banales Fahrrad 😉

Mein inzwischen wieder routiniertes Zusammenklappmanöver kommentiert der uniformierte Sicherheitsbeauftragte mit einem freundlichen „exception“.

Im Backwarengang Mehl und Vanille-Zucker für das Projekt „Apfelkuchen“.
Sollte mal zum Abschluss kommen, bevor die bereits gebunkerten Äpfel vollständig im Müsli verschwunden sind.

Nach Betrachtung des Fahrplans an der Bushaltestelle, 40 Minuten Wartezeit, dann doch für Rückfahrt per Bromi entschlossen. Ausserhalb der Stadt dann die Strecke über die Landstrasse. Öde Strampelei gegen den Wind, immerhin hat mich der Bus nicht zwischendurch demoralisierend überholt. Etwas lang geworden, der kleine Ausflug.

Zur Aufmunterung habe ich mir ein frisches Bier am Ziel versprochen.

Auf dem Platz angekommen bekommt Bromi eine Dusche wg Salzwasser und Rolf ein frisches Hemd.
Im Biergartn liegt die aktuelle die Wartezeit bei 30+ Minuten auf ein Essen, also erstmal nur ein Bier.

Vorbei läuft ein Dackel mit Hinterbeinen im Dackelrolator, freut sich sichtbar über jede einzelne Duftmarke auf der Wiese.

Zweites Bier, Bearbeitungsprognose der Küche ist auf „soon“ verbessert.
Der rollende Dackel freut sich sichtbar immer noch, was für ein beneidenswert sonniges Gemüt. Wartet jetzt geduldig am Tisch der Familie auf Beteiligung an der Futterlieferung.

Für Familien, also diese Kombinationen aus urlaubsreifen Volljährigen und lauffähigen Kleinkindern, ist das hier schon eine Klasse Einrichtung. Wenn die lieben Kleinen vom Planschen in den Ostseewellen nicht müde genug sind, gibt hier genug Beschäftigung auf dem Spielplatz in Sichtweite vom Biergarten. Und das Gelände ist so weitläufig, das begleitende Geschrei erscheint weit entfernt.

Hunger, langsam könnte die „heisse Platte“ mal kommen.

Geknipst habe ich heute kaum, es war nicht hässlich oder beeindruckend genug, so die typische Ausrede. Dabei stellt sich oft erst viel viel später raus, was zählt.
Essen kommt, iPad aus.

2 Kommentare

  1. Andreas sagt

    Radeln outdoor, ok, etwas schieben (gehen mit Kraftaufwand) war offenbar auch dabei. Da geht die Grafik dann doch gerade so durch 😎

    • Rolf sagt

      Also bitte, so ein schöner Screenshoot vom Handy, statt Liliputanter-Kino von der Watch.

      Beim Weg loggen ist die Uhr einfach stur, wenn das „Training“ mit Wandern startet, wird auch bis zum Schluss gewandert. Egal wie schnell geradelt, gelaufen oder langgsam getrödelt wird.
      Kann man vielleicht irgendwo editieren, aber dazu war ich noch nicht neugierig genug. Man liest ja keine Handbücher

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