Deutschland, Frankreich, Reisen, Spanien
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fahren, fahren, fahren

Dank einer suboptimalen Terminplanung (oder Procastination beim Bürokram) war es plötzlich etwas eilig mit der Rückkehr in deutsches Hoheitsgebiet. 
Also von Malaga bis Freiburg 2200 km fahren, fahren, fahren. Kühlschrank voll, Hörbücher (Fitzek: Therapie und Jünger: Stahlgewitter) und eine Podcastliste geladen und los.

Bis Barcelona tapfer alle Maut-Strecken umfahren und dann doch langsam die Geduld verloren und über die (teuren) Maut-Bahnen gen Germanien gerollt.

Immerhin dank gleichmassigem Rollen mit nur einer Tankfüllung Diesel aus Spanien die knapp 30 Cent teureren Zapfsäulen in Frankreich umfahren. 

Jüngers Stahlgewitter bei der Fahrt durch Frankreich passt geographisch. Wollte von Jünger schon seit Jahren mal mehr als nur Ausschnitte lesen. Die sich absehbar lang hinziehende Fahrt, Susi errechnete 19 bis 24 Stunden reine Fahrzeit, bot nun Gelegenheit das ganze Buch zu hören. 

Aber stundenlange Beschreibungen des grässlichen Alltags in einem Stellungskrieg, Verwundete, Schreie, Leichen, Dreck, Gasangriffe, unterbrochen von heroischen Selbstdarstellungen des Kriegers – halten nicht wach.
Ungefähr bei Perpingnon wurde Jünger abgesetzt und gegen Fitzek getauscht.
Klassiker verdrängt Bestseller. 

Kann sonst mit Krimis wenig anfangen, beim Lesen schleicht sich zuverlässig die Sorge was zu verpassen ein. Aber beim gleichmütig zwischen den LKWs dahin rollen, sind nur Abfahrten oder aufblitzende Bremslichter zu verpassen. Kurzum Krimi hören und KM abfahren passt. 

Bei aufkommender Müdigkeit einfach rechts raus auf einen Parkplatz und hinten im Schlafabteil ne Runde Matratzenwachdienst. Prima. Am 2 Tag nur noch im Camping-Dress (Poloshirt und Jogginghose) die Positionen gewechselt. In Südfrankreich natürlich, dem Rat unzähliger Experten folgend, immer Sicherheitsabstand zu Autobahnparkplätzen gehalten und in kleine Dörfer ausgewichen.

Die Kreditkartenabrechnung wird mir noch nachweisen, wie teuer die Reise über die französischen Mautbahnen kommt, so knapp 160 Euro hab ich mit gezählt.  
Möglicherweise wäre ein Billigflug hin und zurück, zeitlich und monetär, geschickter gewesen. Und ökologisch?! 
3,5 Tonnen knapp 3000 km nach Norden rollen oder einen Rolf hin und zurück fliegen!?   

Wiederholung ist so bald nicht vorgesehen. Termin ist erledigt, es geht jetzt im gewohnten Bummeltempo weiter nach Berlin.

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