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Schleichfahrt

Von Antequera Richtung Malaga geht es mit 7% Steigung erst mal in die Berge. Jumper hält sich tapfer im Windschatten eines Schwerlast-LKW und wir schleichen mit 40 km/h hinauf. Wieso jetzt schon nach Malaga? Weil da die nächste Werkstatt mit einem hoffentlich funktionierenden Diagnoserechner zu finden ist. Schon wieder Diagnose Computer, wieso? Weil zum morgendlichen Start überraschend wieder die freundliche Aufforderung aufflammte „Motor kontrollieren lassen!“. Das bestellte ODB2-Lesegerät ist noch auf dem Weg von Berlin nach Spanien, also mal wieder zum Fehlerspeicherauslesen zu Citroen. Dort dann freundliche Mechaniker angetroffen, einer sprach sogar englisch, aber der Diagnosecomputer kapitulierte gerade beim durchchecken eines PKWs. Probleme mit der Datenverbindung. Dann ein Versuch beim Jumper. Dort wurde dann gerade noch ein Fehlersignal vom Turbolader angezeigt, dann stellte das Gerät seinen Dienst völlig ein. Sichtlich von der Technik genervt, löste der Mechaniker die Kabel vom Gerät, öffnete nun erstmals die Motorhaube und inspizierte den Motor. Äusserlich war nichts weiter zu finden, kein Ölaustritt oder defekte Schläuche am Turbolader. Mehr ist ohne Lesegerät nicht zu machen, da passiert heute sicher hier …

Platzwahl und „weisse Pest“

20190315 In Portugal beginnt die Saison mit dem Räumen von Plätzen. Bin wohl rechtzeitig Richtung Spanien verschwunden und habe selbst keine Räumung erleben müssen. Katastrophale Zustände an der Algarve. Die weiße Pest überflutet das Land. Portugal hat schon reagiert und räumt nun viele Plätze täglich und verhängt Strafen. Schade, dass es soweit kommen muss. Aber Parkplätze sind nun mal keine Campingplätze für Wohnmobile! pic.twitter.com/KZxbZDvfTG— AMUMOT (@Andre_AMUMOT) 15. März 2019 https://twitter.com/Andre_AMUMOT/status/1106442630961999872 Hier, in Andalusien, nun ein etwas abgelegener Platz, im Gelände.  Für Jumper noch problemlos erreichbar und keine „weisse Pest“ weit und breit. Wobei der Begriff „weisse Pest“ m.E. eine etwas irreführende Bezeichnung des Phänomens der Womo-Massen darstellt. Die rollenden weissen Kunststoff-Container sammeln sich gern auf Plätzen und stehen eng beieinander. „Kuschel-Camper“ und „Wohnmobil-Tetris“ sind die noch relativ freundlichen Bezeichnung dieser Gruppe durch die anderen Abteilungen der wachsenden Gemeinde des fahrenden Volks. Gerade die grösseren Plaste-Container haben eine funktionierende Sanitäreinrichtung an Bord. Die Besatzungen der coolen kleinen Vans hingegen pflegen, mangels entsprechender Ausrüstung, gelegentlich eine am Mittelalter orientierte Entsorgungstechnik. Bei entsprechender Menge, und inzwischen sind in …

ruhiger Abend

20190313 Der Tag begann mit einer ganz langsamen Fahrt durch andalusische Berglandschaft von Grazalema nach Zahara del la Sierra. Kaum Verkehr, nur ein paar verschwitzte Radfahrer in bunten Strampelanzügen und vereinzelt kleine Mietwagen mit eifrig knipsenden Insassen. Die Einheimischen kennen wahrscheinlich schnellere Wege. Also man konnte ganz langsam fahren, ohne die Chance irgendwen zu behindern. Manchmal einfach stoppen um eine überraschende Aussicht nach einer Kurve zu bewundern.  Irgendwann war auch diese Strecke zu Ende. Susi sollte ich mich zu einem Supermarkt führen, die Frühstücksvorräte kaum noch vorhanden und der Magen knurrt.Hat sie auch brav gemacht, nur der nächste Supermarkt innerhalb von 30 km lag mitten in einer der kleinen verwinkelten Städtchen. Und schon hing ich wieder in einer engen steilen Gasse, die Susi mir als Durchgangsstrasse verkaufen wollte. Die hohe Dichte an Souvenirläden links und rechts, lies auf ein beliebtes Ausflugsziel schliessen. Zwischendurch wähnte ich mich mitten in einer Fußgängerzone, rangierte mit Jumper zwischen Kaffeegarten-Bestuhlung durch. Irgendwo krähte es dann auch noch aus einer Reisegruppe „guck mal, ein Berliner“.Hatte ich ein Schild übersehen, Fussgängerzone, nur PKW oder ähnliches !? Ich war schon …

Zu viel Sand

Jumper geht es wieder gut, die dramatische Warnung „Motor kontrollieren lassen“ ist erledigt und er brummelt wieder über die Landstrassen. Im Kühler hatte sich etwas sehr viel nasser Sand festgesetzt und dann die Lüfter ruiniert. Mit viel Druckluft wurde aus dem Kühler ein kleiner Sandhaufen gepustet und die Lüftereinheit getauscht. Teure Lektion, hätte mal doch ein Gerät zum Auslesen der Fehlerspeicher beschaffen sollen. Nur die Information „Motor kontrollieren lassen“ ist etwas dürftig, erst der Fehlerspeicher führt zum auslösenden Sensor.