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im Sandkasten

Die geruhsame Fahrt durch den Nationalpark Coto de Doñana endete mit einem Offroad-Sprint.Es begann mit einem kleinem Ausweichmanöver. Beim Umfahren einer kleinen Sandbarriere auf dem Weg pflügen sich Fahrer und Jumper in ein Sandloch. Bei der zügigen Bewegungen von Fahrzeugen mit Geschwindigkeiten jenseits der Vernunftgrenze war geringe Bodenfreiheit immer sehr willkommen. Je tiefer je besser. (10 cm schwebte mein Simca Ralley II über die Berliner Pflaster).   Aber beim Manövrieren der aktuellen Behausung zwischen Schlaglöchern, Schlammpfützen und Sandhaufen wird jeder Zentimeter Bodenfreiheit gebraucht.So ändern sich die Prioritäten. Hätte jetzt gern 30-50 cm … Durch kleine Sandfelder auf dem Weg kommt man mit Schwung und Drehmoment. Wenn aber Gewicht und Schwung auf ein etwas tieferes Sandfeld oder Schlammloch treffen, reduziert Jumper die wenigen Centimeter Bodenfreiheit in Sekunden auf 0. So bereitwillig der Diesel die Masse Auto und Inhalt die Hügel raufschleppt, so konsequent pflügt er sich bei Gelegenheit dann auch bis zu den Bodenblechen in den weichen Untergrund.Befreiung dann durch fleissiges Freischippen, Fahrspur mit Kies oder Zweigen vorbereiten und dann mit Gas und Kupplung aus der Falle schaukeln. Immerhin …

P0299, erledigt.

Er brummt wieder brav die Hügel und Berge hoch. Der Fehler P0299, „Saugluftdruck zu niedrig“, wurde letztlich durch Tausch eines Luftstromsensors repariert.Die Tournee durch 3 Fachwerkstätten endete bei einem Boschdienst. Statt den kompletten Turbolader „in den nächsten Wochen“ zu ersetzen, Lösungsansatz Citrön, wurde innerhalb einer Woche ein Sensor bestellt und getauscht. Hatte mich mental und ökonomisch schon auf einen Tausch des Turboladers eingestellt. Mit dann nur etwa 10 % der erwarteten Kosten, ist die Stimmung sehr aufgehellt. Jumper brummt jetzt wieder brav die Steigungen rauf. Statt konzentrierter Schalterei im optimalen Drehzahlbereich, einfach wieder Tempomat einschalten und rollen lassen. Mit dem kaputten Sensor ging es nur zwischen 2000 und 2500 RPM voran. In der Ebene kein Problem, aber z.Bsp. auf der Strecken von Malaga nach Ronda kriecht man da auch mal mit 30 km/h und Warnblinker die Hügel rauf. Kaum läuft der Antrieb wieder normal, drängen die Abmessungen wieder in die Aufmerksamkeit. Die Anfahrt auf den nett gelegenen Übernachtungsplatz oberhalb von Antequera wurde in einem Forum als „etwas kniffelig mit einem Anhänger“ beschrieben. Na dann kann es ohne Anfänger kaum Probleme …

grosser Jumper

manchmal ist doch der Wurm drin. ADAC hat endlich eine passende Werkstatt gefunden um Jumper wieder etwas flotter zu machen. Ohne Turbolader wird das Blechzelt doch etwas träge. Endlich kommt der erwartete Transporter, Jumper wird aufgeladen und die Frontschürze legt sich gemütlich auf die Seilwinde des Transporters. Absehbar dass diese Konstellation bei der ersten Bodenwelle zu einem ungewollten Belastungstest der Frontschürze führt. Sieht der erstaunte Fahrer auch so und vermutet erst mal dass der Jumper irgendwie ungewöhnlich lang wäre. Nein, Jumper ist nicht grösser geworden. Die Seilwinde auf dem Abschleppwagen ist einfach erstaunlich ungeschickt montiert. Also warten wir mal was für einen Tieflader Jumper nun als Taxi bekommt.

Schleichfahrt

Von Antequera Richtung Malaga geht es mit 7% Steigung erst mal in die Berge. Jumper hält sich tapfer im Windschatten eines Schwerlast-LKW und wir schleichen mit 40 km/h hinauf. Wieso jetzt schon nach Malaga? Weil da die nächste Werkstatt mit einem hoffentlich funktionierenden Diagnoserechner zu finden ist. Schon wieder Diagnose Computer, wieso? Weil zum morgendlichen Start überraschend wieder die freundliche Aufforderung aufflammte „Motor kontrollieren lassen!“. Das bestellte ODB2-Lesegerät ist noch auf dem Weg von Berlin nach Spanien, also mal wieder zum Fehlerspeicherauslesen zu Citroen. Dort dann freundliche Mechaniker angetroffen, einer sprach sogar englisch, aber der Diagnosecomputer kapitulierte gerade beim durchchecken eines PKWs. Probleme mit der Datenverbindung. Dann ein Versuch beim Jumper. Dort wurde dann gerade noch ein Fehlersignal vom Turbolader angezeigt, dann stellte das Gerät seinen Dienst völlig ein. Sichtlich von der Technik genervt, löste der Mechaniker die Kabel vom Gerät, öffnete nun erstmals die Motorhaube und inspizierte den Motor. Äusserlich war nichts weiter zu finden, kein Ölaustritt oder defekte Schläuche am Turbolader. Mehr ist ohne Lesegerät nicht zu machen, da passiert heute sicher hier …

Zu viel Sand

Jumper geht es wieder gut, die dramatische Warnung „Motor kontrollieren lassen“ ist erledigt und er brummelt wieder über die Landstrassen. Im Kühler hatte sich etwas sehr viel nasser Sand festgesetzt und dann die Lüfter ruiniert. Mit viel Druckluft wurde aus dem Kühler ein kleiner Sandhaufen gepustet und die Lüftereinheit getauscht. Teure Lektion, hätte mal doch ein Gerät zum Auslesen der Fehlerspeicher beschaffen sollen. Nur die Information „Motor kontrollieren lassen“ ist etwas dürftig, erst der Fehlerspeicher führt zum auslösenden Sensor.