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TTT

26.9.2019 TTT Nach Einbau von Ladebooster und Batterie-Computer hat sich die Versorgung mit Bordstrom so entspannt, dass sich der kritische Engpass verändert hat. In der Vergangenheit hat eine überraschend schnell leere Stand-Batterie für ungewollte Aufbrüche von netten Stellplätzen geführt.Auf der Baltikumtour war Strom kein Problem. Der Ladebooster hat die Ladezeiten der Standbatterie merklich verkürzt. Der neu eingebaute Batterie-Computer macht den aktuellen Verbrauch transparenter. Damit wird absehbarer, wann das Ende der Batterie-Ladung den Einsatz von Solarpanel oder Lichtmaschine fordert. Kein Vergleich zu der Standard-Anzeige mit den bunten Leuchtdioden. Wenn da die rote Leuchte angeht, ist es eigentlich schon zu spät. Mit der Lösung eines Problems macht man Platz für ein Neues. Neuer Engpass beim frei stehen ist nun die Toilettenkasette geworden. Dank der SOG-Anlage konnte der Chemie-Einsatz drastisch verringert werden. Aber insgesamt ist der Umgang mit der gesamten Anlage doch immer wieder unangenehm. Die Suche und Nutzung von Entsorgungsstellen mindestens wöchentlich (beim Single-Betrieb) sind eine bleibend üble Kombination aus lästig und eklig. So kommt man dann zur TTT (Trocken-Trenn-Toilette)Für grössere Wohnmobilen, Yachten und Ferienhäuser gibt es …

E122H

18.9.2019 Drevernos Zum Frühstück grüsst die Heizung mit „E122H“ und nach Neustart mit „E212H“ auf dem Display. Erste Vermutung, Gastank leer. Nachts war die Heizung angesprungen, es wird langsam herbstlich. Über den Sommer ist die Routine „regelmässige Kontrolle der Tankfüllung“ eingeschlafen. Kochen und Kühlschrank verbrauchen wenig Gas, da verliert die tägliche Betrachtung eines kaum veränderten Manometers im Gaskasten schnell die Spannung. Doch die erste Vermutung mit dem Gasbestand als Ursache verträgt sich erst mal wenig mit der dampfenden Kaffeetasse vor mir, dem kochenden Wasser fürs Frühstücksei und dem laufenden Kühlschrank. Nur der angenehm warme Luftstrom unter der Sitzbank fehlt. Die Liste mit den Fehlercode-Erläuterungen hängt entgegen guter Vorsätze immer noch nicht ausgedruckt im Ordner, muss erst im iPad gesucht werden. „Niedriger Gasdruck“ ist eine der angebotenen Ursachen. Frühstücksunterbrechnung, Ausflug zur Hecktür, Gaskasten auf, Taschenlampe an, Gasfüllung bei 10%. Frühstück fällt heute sehr kurz aus, die nächste Gastanke findet die LPG-app 13 Kilometer weiter. Alles Luxusprobleme. Auf dem nebenan liegenden Wikingerschiff gab es kein Dach, keine Heizung, Dusche, Frühstückseier und Morgenzeitung. Mit neuer Tankfüllung verschwinden die …

Bildschirmrückseitenberater

14.9.2019 Riga Kaum hat der neue, frisch montierte Scheibenwischer die erste Runde gedreht, strahlt mich eine Steinschlagdelle im Glas an. Die erste Hoffnung „nur ein grosser Wassertropfen“, zerplatzt nach großzügigem Einsatz von Wischer und Waschdüsen. Der Zufall hat die runde Delle genau im zentralen Sichtbereich des Fahrers plaziert, die mit Abstand nervigste Stelle der gesamten Windschutzscheibe. Im Vergleich zu den Schlierspuren des gerade getauschten alten Wischers, war dies nun ein echtes Problem. Gibts hier sowas wie Carglas, wie kompliziert wird das mit der Versicherung, so ein Murx. Die Suche nach dem neuen Wischer war schon nervig und nun dass. Versuche im Supermarkt einen passenden Scheibenwischer für Jumper zu erstehen, waren mehrfach gescheitert. Die kleinen Teile für PKWs gibt’s, aber Jumper verlangt nach 64 cm Länge auf der Fahrerseite und hat natürlich einen abweichenden Befestigungsclip. Heute nun entschlossen einen Autofachhandel angesteuert und dort an einen coolen Kundenberater geraten. Die Verständigung per Englisch klappt gut, aber die Fachkunde belastet den Kaufprozess. Hinter dem breiten Beratungstresen habe ich schon ein grosses Bosch-Regal mit Wischern erspäht. Aber die Fachkraft …

im Sandkasten

Die geruhsame Fahrt durch den Nationalpark Coto de Doñana endete mit einem Offroad-Sprint.Es begann mit einem kleinem Ausweichmanöver. Beim Umfahren einer kleinen Sandbarriere auf dem Weg pflügen sich Fahrer und Jumper in ein Sandloch. Bei der zügigen Bewegungen von Fahrzeugen mit Geschwindigkeiten jenseits der Vernunftgrenze war geringe Bodenfreiheit immer sehr willkommen. Je tiefer je besser. (10 cm schwebte mein Simca Ralley II über die Berliner Pflaster).   Aber beim Manövrieren der aktuellen Behausung zwischen Schlaglöchern, Schlammpfützen und Sandhaufen wird jeder Zentimeter Bodenfreiheit gebraucht.So ändern sich die Prioritäten. Hätte jetzt gern 30-50 cm … Durch kleine Sandfelder auf dem Weg kommt man mit Schwung und Drehmoment. Wenn aber Gewicht und Schwung auf ein etwas tieferes Sandfeld oder Schlammloch treffen, reduziert Jumper die wenigen Centimeter Bodenfreiheit in Sekunden auf 0. So bereitwillig der Diesel die Masse Auto und Inhalt die Hügel raufschleppt, so konsequent pflügt er sich bei Gelegenheit dann auch bis zu den Bodenblechen in den weichen Untergrund.Befreiung dann durch fleissiges Freischippen, Fahrspur mit Kies oder Zweigen vorbereiten und dann mit Gas und Kupplung aus der Falle schaukeln. Immerhin …

P0299, erledigt.

Er brummt wieder brav die Hügel und Berge hoch. Der Fehler P0299, „Saugluftdruck zu niedrig“, wurde letztlich durch Tausch eines Luftstromsensors repariert.Die Tournee durch 3 Fachwerkstätten endete bei einem Boschdienst. Statt den kompletten Turbolader „in den nächsten Wochen“ zu ersetzen, Lösungsansatz Citrön, wurde innerhalb einer Woche ein Sensor bestellt und getauscht. Hatte mich mental und ökonomisch schon auf einen Tausch des Turboladers eingestellt. Mit dann nur etwa 10 % der erwarteten Kosten, ist die Stimmung sehr aufgehellt. Jumper brummt jetzt wieder brav die Steigungen rauf. Statt konzentrierter Schalterei im optimalen Drehzahlbereich, einfach wieder Tempomat einschalten und rollen lassen. Mit dem kaputten Sensor ging es nur zwischen 2000 und 2500 RPM voran. In der Ebene kein Problem, aber z.Bsp. auf der Strecken von Malaga nach Ronda kriecht man da auch mal mit 30 km/h und Warnblinker die Hügel rauf. Kaum läuft der Antrieb wieder normal, drängen die Abmessungen wieder in die Aufmerksamkeit. Die Anfahrt auf den nett gelegenen Übernachtungsplatz oberhalb von Antequera wurde in einem Forum als „etwas kniffelig mit einem Anhänger“ beschrieben. Na dann kann es ohne Anfänger kaum Probleme …