Alle Artikel in: Reiseplanung

Reiseplanung, diesmal Baltikum

Meine Reiseplanungen sind zunächst Zettelsammlungen. Digital und analog, verteilt auf Pinnwänden und Ordnern (auch digital und analog). Dank Scanner, Kamera und Datum lassen sich die gehamsterten Ideen, Tips und Quellen für die Reise auch zusammen führen und durchsuchen. Auf der Basis entwickelt sich dann eine Orts- und Zeitliste. Selten folge ich, wenn man von der Himmelsrichtung absieht, später tatsächlich der Planung. Aber wozu dann Planung!? Weil diese auf eine andere Weise wie das eigentliche Reisen Spass macht und den Horizont erweitert; „man sieht nur, was man erkennt“. Es geht auch völlig anders. Bei der Materialsuche gerade ein Blog zur Vorbereitung einer Estland-Reise gefunden: Urlaub in Estland.

Irland Vorbereitung

(20180607 Guimarães, Penha) Auf dem morgendlichen Weg zur Seilbahnstation habe ich mir kurz eingebildet schon in Irland zu sein. Regen und moosgrüne Kreuze… Die Hoffnung auf andere Wetterverhältnisse unten in der Stadt haben sich dann auch schnell erledigt, hier unten pladdert es genauso durchgehend vor sich hin wie oben auf dem Pilger-Hügel. Aber letztlich doch angenehmer wie Berliner Stadthitze. Passend zum Wetter mit einem Irlandbuch (111 Gründe Irland zu lieben) vor ein portugiesisches Café mit großem Sonnenschutz verzogen. Der macht gerade eine Anpassungsqualifizierung zum Regendach, fehlen nur noch ein paar Verstärkungen. Zur Vorbereitung Geschichten über irische Grünvariationen und Wetter.

Art of Travel

Das lange gesuchte Zitat zur Illusion vom einfachen Leben bei Betrachtung betont einfacher, schlichter Wohnbauten war in einem ganz anderen Buch. Nicht im „Glück und Architektur, von der Kunst daheim  zu Hause zu sein“ sondern in „die Kunst zu Reisen“. Immerhin,  der Autor stimmte: Alain de Botton. Seit vielen Jahren lese ich immer mal wieder in diesem Buch übers Reisen. Das Abarbeiten von Sehenswürdigkeiten beim Besuch fremder Orte, eine Tradition mit enormer Sogwirkung, hat mich schon bei ersten Reisen irgendwie angeödet.   Ich konnte mir aber nie so plausibel erklären, was genau diesen Verdruss auslöste. In „Kunst des Reisens“ fand ich damals, etwa 2004, eine Menge Ansätze um die Frustfallen hektischer Reiserei zu bewältigen. Und, nicht zu unterschätzen, die beruhigende Erkenntnis, es geht nicht nur mir so. Nun befinde ich mich auf der bisher längsten Reise meines Lebens und hab mein Reiselehrbuch nicht dabei, Klasse! Letzte Woche, beim Berlinausflug, waren die Markierungen schnell wieder gefunden, aber jetzt liegt das Buch dort auf dem Sessel, einfach vergessen einzupacken.   Kein Problem, Amazon ansteuern und die elektronische …