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Ventspils, Livenküste, Kap Kolka

13.8.2019 Ventspils, Livenküste, Kap Kolka Morgens per Bromi ein paar Runden durch Ventspils. Aufwändige Infrastruktur, Radwege, neue Konzerthalle, Kunstinstallationen und frisch restaurierte Holzhäuser. Ventspils lebte mal gut vom Fischfang (Fischereimuseum, Ankersammlung im Park) und jetzt von der Verschiffung des russischen Erdöls. Grosse Erdöltanks fand ich im Norden dann bei der Suche nach den verbliebenen Fischerdörfern. Der Baltikum-Reiseführer erwähnt das Dorf Staldszene mit erhaltenen Fischerhöfen aus dem 19.Jahrhundert. Aber Susi findet nur riesige Erdöltanks und gesperrte Zufahrten. Zur „russischen Zeit“ nach dem 2. Weltkrieg, sind viele der dort lebenden Liven vertrieben worden. Im militärischen Sperrgebiet war Fischen verboten, wovon sollten sie auch leben. Jetzt soll es noch 14 erhaltene Dörfer geben. In dieser Gegend kommt Susi an ihre Grenzen und findet öfter mal Sandwege und Sackgassen statt Zufahrten. Beim zweiten Dorf gebe ich auf, bevor Jumper sich mal wieder irgendwo eingräbt. Für die Rücktour ist dann doch mal eine bessere Wegbeschreibung fällig, die Beschilderungen leiten auch nur an Badestellen. Weiter Richtung Kap Kolka, zwischendurch Rast auf einem kleinen Strandparkplatz. Ein paar Kite-Surfer haben hier den kilometerlangen …

Apfelkuchen I

12.8.2019 Endlich vom gemütlichen Stellplatz getrennt und auf den Weg Richtung Norden gemacht. Ziel ist der Slītere National Park an der Nord-West-Spitze von Lettland. Zwischenstop in L., Cash & Carry, Kühlschrank auffüllen.Nächster Halt Ventspils, netter Stellplatz im Hafen und eine gut erhaltene Altstadt, ist von ein paar Besuchern zu lesen. Landstrasse durch endlose Wälder. Wenig Verkehr. Kleine Abzweigungen mit Schotterstrassen zu einsamen Höfen. Sieht schon sehr skandinavisch aus. Ankunft Ventspils im Regen, Stellplatz im Hafen neben zwei stillgelegten Fischereischiffen. Vor dem Fenster die Hafenausfahrt, drinnen wird nun entschlossen das Projekt Apfelkuchen angegangen. Alle Zutaten da, Äpfel in Kleinteile zerlegt und Improvisation beim Messen. Da weder Waage noch Messbecher im Jumper zu finden sind, es fehlt doch immer wieder was, wird improvisiert. Ein Trinkglas hat etwa Abmessungen von einem Kölsch, macht 200ml, 3/4 gefüllt mit Mehl sollte die Anforderungen des Rezepts (https://4reifen1klo.de/apfelkuchen) ungefähr treffen. Das Mixen ohne Mixer, der fehlt auch, dauert. Gut, draussen plätschert es noch bei grauem Himmel, wir haben Zeit. Weiter mit dem grossen Löffel Teig gerührt, es zieht sich. Teig ist 😋, …

Liepaja

11.8.2019, Sonntag, doch noch auf dem Campingplatz am Meer. Nebenan lärmt das deutsche Paar über einen verschwunden Schnuller. Im Hintergrund wütendes Gebrüll des Junior-Campers. Er hat mit dem Schnuller nichts gemacht, er war gestern mit Fahren beschäftigt. Sie fragt ihn unbeiirt weiter nach dem Verbleib des Schnullers, dazu weiter Gebrüll, er wiederholt stoisch sein Alibi. Die Brüllerei verstummt plötzlich, wurde der Schnuller gefunden oder Interesse verloren? Man weis es nicht. Zum Frühstück gab es heute zum Test Müsli mit Apfel, warte interessiert auf Zeichen von Unwohlsein. Hab immer noch Müsli im Verdacht als Verursacher einiger Probleme im Frühjahr. Zweiter Kandidat ist noch ein Curry-Gewürz, beide Kandidaten für 2 Monate gemieden, keine Probleme. Aber Korrelation ist ja nicht mit Kausalität zu verwechseln, abwarten. Dann erneuter Anlauf mit einem angeblich „einfachen“ CAD-Programm, Basis-Tutorial angesehen und leidlich erfolgreich nachgebaut. Will ich lernen, muss man aber wohl auch kontinuierlicher dran bleiben, sonst wird das Nix. Anschliesssend die tägliche Vokabelpauckerei. Schnullerclub hat sich dauerhaft beruhigt, bleibe heute noch hier. Hab noch keine genaue Vorstellung wann und wie weit weiter nach …

Regenpark

Über Nacht Regen, sieht ungemütlich draussen aus. Frühstücken, dann Parkbesichtigung. Auch nach dem Frühstück regnet es pausenlos weiter. Direkt weiterfahren ohne den Park mal kurz angesehen zu haben, mag ich auch nicht. Also erst mal prokastinierendes Abwaschen, Aufräumen, Mails beantworten, Sim-Karte leer und noch ein Kaffee. Neben Regenjacke residiert auch meine regenerprobte Segelhose schon lange ungestört in einem Staufach und kommt endlich mal zum Einsatz. Der Park ist interessanter wie erwartet. Lange Baumalleen, ein kleiner Fluss mit Brücken und eine Orangerie mit Turm. Der Turm ist deutlich nach einem bekannten Vorbild im Süden Europas Der Brillenträger freut sich über die tropfenfreie Sicht im Regen. Dank Hut entfällt die ständige Wischerei der Brille im Regen. Die breite Hutkrempe funktioniert besser als jede Kappe, hätte Mann auch früher wissen können. Aus dem kurzen Spaziergang wird eine lange Strecke kreuz und quer durch den Park. Darüber ist es inzwischen etwas sehr später Vormittag geworden. Der Regen trommelt immer noch aufs Jumper-Dach. Abfahrt Richtung Lettland und zurück ans Meer. Küste zieht immer wie ein Magnet, egal wie nett die …