Autor: RolfL

Zu viel Sand

Jumper geht es wieder gut, die dramatische Warnung „Motor kontrollieren lassen“ ist erledigt und er brummelt wieder über die Landstrassen. Im Kühler hatte sich etwas sehr viel nasser Sand festgesetzt und dann die Lüfter ruiniert. Mit viel Druckluft wurde aus dem Kühler ein kleiner Sandhaufen gepustet und die Lüftereinheit getauscht. Teure Lektion, hätte mal doch ein Gerät zum Auslesen der Fehlerspeicher beschaffen sollen. Nur die Information „Motor kontrollieren lassen“ ist etwas dürftig, erst der Fehlerspeicher führt zum auslösenden Sensor.

Motor kontrollieren lassen !

Wer plant irrt mal wieder genauer. Wenige Meter nach dem Start Richtung Norden meldet sich die Jumper-Elektronik. „Motor kontrollieren lassen!“ blinkt gelb im Display. Gleichzeitig läuft Jumper nur noch im Notprogramm. Mit 20 km/h Schleichfahrt geht es auf einen Parkplatz. Wird wohl heute Nichts mit dem Rumtreiber-Treffen im Norden. Fehlersuche statt Grillen Es gibt da so viele mögliche Ursachen, erst mit dem Auslesen des Fehlerspeichers ist man schlauer. Nein, ich habe immer noch keine Kiste um den Fehlerspeicher per ODB2 auszulesen dabei. Ja, hätte man sich schon mal zulegen können. ADAC angerufen. Nein,  in Portugal kommt kein gelber Engel mit entsprechender Ausrüstung. Das Auto wird zum Gerät gebracht. Per Transporter wird Jumper Morgen zur Werkstatt transportiert. Fehlerspeicher auslesen… Dann hab ich ja jetzt unerwartet Zeit für die kleine WordPress-Baustelle

Festparken

Nach dem Ausflug in den Alentejo und Monte Forca wieder zurück am Meer. Obwohl die Algarve mir etwas überfüllt mit Wohnmobilen erscheint. Mit entsprechenden Tunnelblick entdeckt man ständig zu grosse Ansammlungen von weissen Kunststoff-Containern mit Sat-Schüssel oben drauf. Im Alentejo fühle ich mich in der Landschaft heimischer. Aber drei Tage Wolken und kühler Wind in Monchique waren genug und haben mich dann doch wieder die knapp 70 km zurück an die Küste getrieben. Am Meer sorgen merklich andere Luft, Brandung und Möwengekreische für grundlos gute Laune. Am zweiten Tag bin ich zum Frühstücken direkt auf den Strandparkplatz an der Praia Faro gefahren und geblieben. Tagsüber eigentlich wenig vom Strandleben mitbekommen. Pauke Vokabeln für Andalusien und verfolge gerade recht hartnäckig das Ziel, einen kleinen Grundwortschatz präsent zu bekommen. Vom rollenden „Strandhaus“ sind es nur nur ein paar Meter zum Strand, um den gequälten Kopf mit Seewind durchpusten zu lassen. Ohne Fremdspachentalent ist selbst ein Mini-Anfängerkurs eine mühsame Beschäftigung und fordert Motivationstricks. Abends dann, bei ansichtskartenverdächtigem Sonnenuntergang, Wellenberge und eine unermüdliche Wellenreiterin bewundert. Reinlaufen, aufspringen, platsch, Brett einfangen, reinlaufen, …

Guten Montag

Das Logbuch führen per Kamera macht schreibfaul. Es ist zu einfach geworden. Kamera an und einfach los reden was gerade so war und ist. Ort, Datum und Stimmung sind eingefangen. Später dann, bevorzugt wenn es draussen kalt, regnerisch und grau ist, können die Erinnerungsfetzen dann zu einem kleinen Erinnerungsvideo ohne „ähs“ und „hmmms“ zusammen geschnitten werden. So die Theorie. Das Losquasseln klappt auch ganz wunderbar. Und die Technik in der winzigen Kamera erkennt oft, was mit dem wiederholten Drücken auf die beiden Knöpfe erreicht werden soll. Zweimal kurz: neu zentrieren, dreimal kurz: Wechsel von Ego-Shooter-Perspektive auf Selfie und zurück usw. Das persönliche Vlogen mit der DJI-Pocket ist sehr schnell zur Routine geworden, hat das Handy gut verdrängt. Aber! Das Wetter war die letzten Wochen dann doch zu freundlich, um regelmässig Videoschnipsel zu kombinieren. Kann man nachholen. Aber das „richtige“ Logbuch leidet unter der bequemen Technik. Ich werde (wieder) schreibfaul, die Einträge werden kürzer und oberflächlicher. Mehr Daten wie Eindrücke. So war das nicht gedacht. Schreiben wirkt nachhaltiger, weniger Schreiben macht sich dann leider auch schnell …