Autor: RolfL

Exponential-Funktion

6.4.2020 Braucht man das, muss man das kennen ?! Exponentielles Wachstum, ansteigende Kurven, Exponential-Funktionen und die merkwürdigen Geschichten mit Reiskörnern auf Schachbrettern oder dem plötzlich geschlossenen Seerosenteich? Mangelndes Verständnis von Addition und Subtraktion macht das Leben hier sehr schwer. Multiplikation und Division ist nicht unbedingt nötig, aber hilfreich. Zu bescheidenes Verständnis der Prozentrechnung bringt bei langfristigen Entscheidungen Verdruss und in Verbindung mit Zinsrechnung, gelegentlich die Erfahrung der Privatinsolvenz. Oder auch späten Frust mit der hoffnungsvoll abgeschlossenen Lebensversicherung. Es geht halt nicht immer so glatt wie bei dem alten Mathe-Witz. „Trifft der alte Mathelehrer einen seiner schwächsten ehemaligen Schüler und fragt, wie er den im Leben so klar gekommen sei. Der erzählt daraufhin von den kleinen Kisten, die er für 5 Euro kauft und 10 Euro verkauft. Mit den 5% Aufschlag käme er gut über die Runden, bemerkt der ehemalige Schüler nachdenklich.“ Viele Zeitgenossen kommen gut ohne Prozent-Verständnis gut durchs Leben. Wer hätte aber gedacht, wie gefährlich die weit verbreitete Unkenntnis von Exponentialfunktionen für ganze Gesellschaften werden kann?! Zinseszinsrechnungen entwickeln ihre Dynamik erst über Jahrzehnte. Lernt …

Wer plant, irrte nur mal wieder genauer

28.3.2020 Erst gestern ist mir so richtig bewusst geworden, meine kleine Zickzackreise quer durch Europa wäre so jetzt nicht mehr möglich. Dieses Jahr nicht, und im nächsten Jahr wahrscheinlich auch nicht. Keine Erkenntnis aus neuen Informationen, nein, gelegentlich braucht es doch einen längeren Spaziergang, um zu erkennen was schon zwei Wochen offensichtlich ist. So ganz bewusstlos war die vorzeitige, eilige Fahrt von Malaga nach Berlin ja auch nicht. Bei der Entscheidung zur Reise vor ca. 3 Jahren hatte ich mir auch Gedanken über die verschiedenen Risiken so einer Auszeit gemacht. Verpasste Projektchancen, Knowhow-Verlust, mögliche Rezession in D bei Rückkehr (kein Aufschwung dauert ewig), Krankheit, Unfall usw. waren dabei. Aber „Ankunft der Marsmenschen“ oder eine weltweite Epedemie mit derartiger Durchschlagskraft auf Wirtschaft und Politik spielten nach meiner Erinnerung keine Rolle . Einfach nur Glück gehabt, die konkreten, naheliegenden Alternativen zum Reisen erschienen damals so grau und langweilig, das machte die Entscheidung leicht. Manchmal muss man den „grauen Herren“ (Momo, Michael Ende) einfach nur dankbar für die unbeabsichtigte Entscheidungsimpulse sein. Gut dass ich die Chance genutzt habe, …

eilige Rückreise

17.3.2020 Meine erste „Überwinterung im Süden“ begann vor 2 Jahren, beruflich bedingt etwas verspätet, Anfang Februar. Die aktuelle Überwinterung endete nun etwas plötzlich Anfang März. Letzten Donnerstag, 12.3.2020, wurden die Hinweise auf einen bevorstehenden Ausnahmezustand in Spanien immer dichter. Die Nachrichten aus Deutschland, „Hamsterkäufe von Klopapier“ !?,hatten bis zu dem Zeitpunkt mehr Verwunderung als Sorge ausgelöst. Aber das absehbare Runterfahren (oder Zusammenbruch) einer Infrastruktur muss man nicht ohne Not im Ausland bewältigen; also zügig zurück nach Berlin, knapp 3000 km Freitag, 13.3. nochmal Zweifel, lassen sich ein paar Wochen Grippewelle vielleicht doch angenehmer in südlicher Sonne abwarten! Nach etwas Googelei überzeugten drastische Unterschiede zu den bekannten Grippewellen dann doch zur Abfahrt. Also Routenplanung: Mittelmeer oder Atlantik? 14.3.. Samstag 9 Uhr, Malaga, Start nach Norden. Im Supermarkt noch schnell Verpflegung für die Fahrt eingesammelt; Brot, Käse, Schinken, Saft und die gefährlich leckeren Kekse und Knabberzeug entschlossen nicht in den Einkaufswagen gekippt. Beim drögen Rollen knabbern… schlimm. Neugierig beim Toilettenpapier nachgeguckt, genug da, kein Hamsterreflex. Erste Etappe französische Grenze. Knapp 1000 KM, etwa 10 Stunden Rollen plus …

Wasserpumpe, mal wieder

seit etwa 3 Tagen erledigt die Tauchpumpe ihre Arbeit nur wiederwillig und mit quitschenden Geräuschen. Die Dusche am Morgen war dann der letzte Beitrag des kleinen Elektromotors zum Betrieb des rollenden Zimmers. Nachmittags gab es keinen Mucks von der Pumpe und kein Wasser aus dem Tank. Zum Abschied hat sie noch eine 5A Sicherung gegrillt. Schön dass da noch die Ersatzpumpe aus Irland mitreist. Das inzwischen etwas erweiterte Werkzeuglager in den Tiefen des Jumpers machte sich beim nun anstehenden Pumpenwechsel deutlich bemerkbar. Der Wechsel ging richtig zügig ohne umständliche Improvisation mit Küchengeräten (Kabel kürzen, abisolierenmit Schere und dergl. Spässe) zügig voran, schon nach gut 15 Minuten war die Ersatzpumpe drin. Gut 2 Jahre hat diese Pumpe durchgehalten. An die eingebaute Ersatzpumpe, die mühsam in Irland erstandene, passt natürlich immer noch nicht das Comet-Rücklaufventil. In gut 3 Wochen wird eine Orginalpumpe aus Berlin eingeflogen, so lang geht es auch gut ohne Rücklaufstopper. Besonders wenn man noch gut in Erinnerung hat, wie unerwartet umständlich der Betrieb ganz ohne „Wasser aus Wand“ wäre. vgl.: https://2020kommt.de/tauchpumpe/

tschüss 2019

2019, schon Vergangenheit Nur ein paar Stichpunkte aus meinem „Jahresabschluss“ zu viele Kilometer gefahren (fast 30000 km lt Tacho) zu viele neue Länder/Orte, bleibende Eindrücke verlangen Zeit! zu wenig Bücher gelesen (statt dessen vielleicht zu viel Tourenbeschreibungen und zu „Technik rund um Leben auf Rädern“ gelesen. Baltikum: man fährt von Berlin nur wenige Stunden nach Osten, die Sprachen werden immer fremder und unverständlicher/unlesbarer – gleichzeitig trifft man häufiger auf deutsche (Kultur)Geschichte (z.Bsp.: Mann, Kurische Nehrung) Venedig: Gassen, Ruinen, Wasser… faszinierend. Immer nur schön Abstand zum Markusplatz halten 🙂 Portugal: die Wärme zieht an die Algarve und da werden die vielen rollenden Eigenheime zur Plage. Der Alentejo ist schöner, leerer und leider kälter. Wohnen/Leben im Jumper fühlt sich inzwischen „normal“ an. Wohnen in einer Immobilie ist dagegen doch sehr immobil. Wird leider in Massen entdeckt (#Vanlive) TTT, die jüngste technische Investition in den Jumper hat sich mehr als bewährt. Entsorgungsintervall ist von alle 3-4 Tage auf 3-4 Wochen gesprungen. Consozial Nur so ein Eindruck: Im Herbst, vor Abfahrt in den Süden, zur Orientierung auf der Consozial. …