BĂĽcher, Reisen, Reiseplanung
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Art of Travel

Das lange gesuchte Zitat zur Illusion vom einfachen Leben bei Betrachtung betont einfacher, schlichter Wohnbauten war in einem ganz anderen Buch.

Nicht im „Glück und Architektur, von der Kunst daheim  zu Hause zu sein“ sondern in „die Kunst zu Reisen“. Immerhin,  der Autor stimmte: Alain de Botton.

Seit vielen Jahren lese ich immer mal wieder in diesem Buch ĂĽbers Reisen.

Das Abarbeiten von Sehenswürdigkeiten beim Besuch fremder Orte, eine Tradition mit enormer Sogwirkung, hat mich schon bei ersten Reisen irgendwie angeödet.   Ich konnte mir aber nie so plausibel erklären, was genau diesen Verdruss auslöste. In „Kunst des Reisens“ fand ich damals, etwa 2004, eine Menge Ansätze um die Frustfallen hektischer Reiserei zu bewältigen.

Und, nicht zu unterschätzen, die beruhigende Erkenntnis, es geht nicht nur mir so. Nun befinde ich mich auf der bisher längsten Reise meines Lebens und hab mein Reiselehrbuch nicht dabei, Klasse! Letzte Woche, beim Berlinausflug, waren die Markierungen schnell wieder gefunden, aber jetzt liegt das Buch dort auf dem Sessel, einfach vergessen einzupacken.  

Kein Problem, Amazon ansteuern und die elektronische Version suchen. Gibts aber nicht, nur das Orginal in Englisch. Die Beschäftigung mit den Gedankensprüngen und Assoziationen dieses Autors ist für mich in deutsch ausreichend komplex; in englisch wird das  zu mühsam und langsam.  

Damals, etwa 2002, war Alain de Botton noch nicht so bekannt dass jede Neuerscheinung auch gleich ins Deutsche übersetzt wurde. Aber bei der Suche fand sich dann der Film der mal zum Buch produziert wurde. Auf YouTube in voller Länge, auch englisch aber doch gut verständlich.

Alain de Botton: The Art of Travel:

Im Film kommt die Passage mit der Faszination der einfachen, schnörkellosen Architektur nur indirekt vor. Der Autor radelt mit zwei jungen Frauen durch niederländische Strassen und bewundert die Wohnhäuser mit den klaren Fassaden.   Höre mir jetzt mal in die englische Hörbuchfassung rein, vielleicht gehts ja doch.

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