Monate: April 2019

wieder in Berlin, gewohnte Sitten ;-)

Gestern wieder in Berlin angekommen. Nach einem kurzen Zwischenstop im Sauerland (Hennesee) dann doch direkt, ohne weitere Unterbrechung, weiter gerollt. Entgegen der Erwartung nur ein Stau kurz vor Hanover, der sich während der spontan angesetzten Mittagspause auf einem Autobahnparkplatz auflöste.   Überwinterung im Süden abgeschlossen, ein Punkt weniger auf der Bucket-Liste. Die wird dadurch aber kaum kürzer, eher länger. Durch die Reise sind ein paar neue Punkte dazu gekommen. Der innere Kalender erwartet in Deutschland irgendwie Herbst. Schon auf der Fahrt durch das ergrünende Sauerland, ertappte ich mich mehrmals bei der gedankenlosen Suche nach bunten Laubwäldern an der Strecke. Tolle Sache, nach dem langen Sommer steht statt Herbst/Winter nun doch erst mal Frühjahr/Sommer auf dem Programm 🙂.Also erst mal Porsche aufwecken (d.h. Batterie reannimieren) und „Bozenstop-Liste“ für Jumper erstellen und ausräumen.Dazu einmal kurz Parkplatz wechseln, eine zum Auspacken passendere Lücke wurde frei; und schon Begegnung mit einem Fahrkünstler. Beim langsamen rückwärts Einparken in die passende Parkbucht, kreuzt ein aufgeregter Kleinbusfahrer meinen Kurs. Gesetzter Blinker, die sichtbare Parkbucht, Bewegungsrichtung und langsame Geschwindigkeit, da sind auch noch ein paar …

fahren, fahren, fahren

Dank einer suboptimalen Terminplanung (oder Procastination beim Bürokram) war es plötzlich etwas eilig mit der Rückkehr in deutsches Hoheitsgebiet. Also von Malaga bis Freiburg 2200 km fahren, fahren, fahren. Kühlschrank voll, Hörbücher (Fitzek: Therapie und Jünger: Stahlgewitter) und eine Podcastliste geladen und los. Bis Barcelona tapfer alle Maut-Strecken umfahren und dann doch langsam die Geduld verloren und über die (teuren) Maut-Bahnen gen Germanien gerollt. Immerhin dank gleichmassigem Rollen mit nur einer Tankfüllung Diesel aus Spanien die knapp 30 Cent teureren Zapfsäulen in Frankreich umfahren.  Jüngers Stahlgewitter bei der Fahrt durch Frankreich passt geographisch. Wollte von Jünger schon seit Jahren mal mehr als nur Ausschnitte lesen. Die sich absehbar lang hinziehende Fahrt, Susi errechnete 19 bis 24 Stunden reine Fahrzeit, bot nun Gelegenheit das ganze Buch zu hören.  Aber stundenlange Beschreibungen des grässlichen Alltags in einem Stellungskrieg, Verwundete, Schreie, Leichen, Dreck, Gasangriffe, unterbrochen von heroischen Selbstdarstellungen des Kriegers – halten nicht wach.Ungefähr bei Perpingnon wurde Jünger abgesetzt und gegen Fitzek getauscht.Klassiker verdrängt Bestseller.  Kann sonst mit Krimis wenig anfangen, beim Lesen schleicht sich zuverlässig die Sorge was …

im Sandkasten

Die geruhsame Fahrt durch den Nationalpark Coto de Doñana endete mit einem Offroad-Sprint.Es begann mit einem kleinem Ausweichmanöver. Beim Umfahren einer kleinen Sandbarriere auf dem Weg pflügen sich Fahrer und Jumper in ein Sandloch. Bei der zügigen Bewegungen von Fahrzeugen mit Geschwindigkeiten jenseits der Vernunftgrenze war geringe Bodenfreiheit immer sehr willkommen. Je tiefer je besser. (10 cm schwebte mein Simca Ralley II über die Berliner Pflaster).   Aber beim Manövrieren der aktuellen Behausung zwischen Schlaglöchern, Schlammpfützen und Sandhaufen wird jeder Zentimeter Bodenfreiheit gebraucht.So ändern sich die Prioritäten. Hätte jetzt gern 30-50 cm … Durch kleine Sandfelder auf dem Weg kommt man mit Schwung und Drehmoment. Wenn aber Gewicht und Schwung auf ein etwas tieferes Sandfeld oder Schlammloch treffen, reduziert Jumper die wenigen Centimeter Bodenfreiheit in Sekunden auf 0. So bereitwillig der Diesel die Masse Auto und Inhalt die Hügel raufschleppt, so konsequent pflügt er sich bei Gelegenheit dann auch bis zu den Bodenblechen in den weichen Untergrund.Befreiung dann durch fleissiges Freischippen, Fahrspur mit Kies oder Zweigen vorbereiten und dann mit Gas und Kupplung aus der Falle schaukeln. Immerhin …

P0299, erledigt.

Er brummt wieder brav die Hügel und Berge hoch. Der Fehler P0299, „Saugluftdruck zu niedrig“, wurde letztlich durch Tausch eines Luftstromsensors repariert.Die Tournee durch 3 Fachwerkstätten endete bei einem Boschdienst. Statt den kompletten Turbolader „in den nächsten Wochen“ zu ersetzen, Lösungsansatz Citrön, wurde innerhalb einer Woche ein Sensor bestellt und getauscht. Hatte mich mental und ökonomisch schon auf einen Tausch des Turboladers eingestellt. Mit dann nur etwa 10 % der erwarteten Kosten, ist die Stimmung sehr aufgehellt. Jumper brummt jetzt wieder brav die Steigungen rauf. Statt konzentrierter Schalterei im optimalen Drehzahlbereich, einfach wieder Tempomat einschalten und rollen lassen. Mit dem kaputten Sensor ging es nur zwischen 2000 und 2500 RPM voran. In der Ebene kein Problem, aber z.Bsp. auf der Strecken von Malaga nach Ronda kriecht man da auch mal mit 30 km/h und Warnblinker die Hügel rauf. Kaum läuft der Antrieb wieder normal, drängen die Abmessungen wieder in die Aufmerksamkeit. Die Anfahrt auf den nett gelegenen Übernachtungsplatz oberhalb von Antequera wurde in einem Forum als „etwas kniffelig mit einem Anhänger“ beschrieben. Na dann kann es ohne Anfänger kaum Probleme …