Monate: November 2018

Schlammschlacht

Nur weil ich so eine interessante Statue auf einem fernen Hügel angucken wollte, bin ich spontan von meiner direkten Strecke Richtung Westen/Portugal abgewichen und auf eine Nebenstraße abgefahren. Die französische SIM-Karte hatte inzwischen, wie erwartet,  den Betrieb in Spanien eingestellt und für die restliche Strecke nach Portugal schien mir die Papierkarte völlig ausrechend. Also kein Internet, um mal schnell nachzuschauen, was das da vorn wohl ist sondern,  hinfahren und angucken. Also kurzer Einschub Touri-Programm, wir gucken uns was an und knipsen Fotos. Wurde dann ein etwas längerer Ausflug. Über die Nebenstrasse einfach Richtung Statue in der Ferne. Wenig später führte diese Nebenstraße unter einer Autobahn hindurch. Die erste Unterführung erschien mir etwas schmal und war vollständig mit Regenwasser gefüllt. Jumper ist kein Expeditionsmobil, also weiter zur nächsten Unterführung. Die war wesentlich breiter und nur einige Pfützen erinnerten an den nächtlichen Regen. Eine dieser harmlosen Pfützen brachte Jumper recht abrupt zum stehen und sorgte für Frühsport. Mit viel vorwärts/rückwärts Schaukelei, ausbuddeln der Antriebsräder und Zweige unterlegen bewegten wir uns langsam wieder zurück. Zu langsam und vorsichtig, Jumper …

grüne Männchen auf der Straße

Morgens, praktisch vor dem Aufstehen, direkt ins Zentrum von Bordeaux gefahren. Prima leere Straßen und tatsächlich auch einen Parkplatz für meinen zierlichen Jumper gefunden. Gegen 10 Uhr dann kleiner Rundgang durch Gassen und hereinströmende Einkäufermassen (Samstag!). Nach 3 Stunden genug Altstadt, Kirchen und Stadtleben und auf den Weg Richtung Weingut im Norden der Stadt gestartet. Navi behauptete 1 Stunde 10 Minuten, es wurden 3 Stunden. Bei der ersten blockierten Brücke nach Westen war die vermutete Ursache noch Unfall oder Bauarbeiten. Nach dem Ausflug zur nächsten Brücke, auch mit Stau, aber in Bewegung, ging es zunächst flott Richtung Norden und mit schwächeren Verkehr aufs freue Land. Bis zu einem Kreisverkehr mit vielen Menschen in gelb-grünen Plastikwesten. Volksfest? Karneval? hätte vielleicht doch mal im Reiseführer lesen sollen. Die verteilten Flugblätter und angestrengt entschlossen blickende Plakatträger wiesen auf irgend einen Protest für oder gegen Macron hin. Soweit war auch mit null Französischkenntnissen zu verstehen. Aber kein Verdi-Schick mit roten Fahnen, Trillerpfeife und Müllsack-Uniform zu sehen. Protest für oder gegen Umgehungsstraße war die nächste Vermutung. Ich hatte Zeit, das …

Endlich wieder richtiges Internet

Unterwegs, quer durch Deutschland Richtung Süden, war das üppige Datenvolumen von 4 Gig schnell verbraucht. Ein paar Podcasts zur Unterhaltung auf der Autobahn und ein YouTube Video am Abend sorgten schnell für Drosselung auf praktisch Empfangsschluss. Nur Twitter läuft dann noch, auf Dauer etwas zu minimalistisch und beim Fahren keine Unterstützung. Durch einen Hinweis bei 14qm. ( https://14qm.de/mobiles-internet-in-frankreich/)(link nachtragen) war ich auf eine Datenkarte mit 100GB LTE Volumen für 20€ in Frankreich aufmerksam geworden. Gibt es „ganz einfach“ am Automaten. War auch einfach, nachdem ich so einen Automaten in einem Zeitungsladen gefunden habe. Die Automaten lassen sich leicht finden, wenn man Internet hat…jaha!

in der Apple-Kirche?

Beim samstäglichen Rundgang durch die Altstadt von Augsburg ragte ein auffällig langer schmaler Kirchenbau aus der Sammlung historischer Altstadtkultur und gängiger Fußgängerzonen-Konsuminszenierung hervor. Eine eigentümliche Mischung aus gotisch anmutender Höhe und glatter, schmuckloser Fassade weckte Neugier. Im Inneren war die Überraschung gross. Apple-Store, hier!? Nein, aber das beindruckende Ergebnis der Sanierung einer Kirchenruine. Licht, weisse Wände, dunkles Holz und viel Raum. Und Dank der Dimensionen des Raumes hinter dem Altar, scheint der Prophet aus der Weite auf die Bühne zu laufen. Am nächsten Nachmittag nochmal langsam mit Knipse durch Gänge gelaufen. Eine freundliche Nonne erklärt mir die lange Geschichte des Wiederaufbaus der zerstörten Kirche und auch der missglückten Versuche. Die Säulenheiligen standen ursprünglich, den Blicken der Gemeinde entzogen,  weit oben im Gewölbe. Im Zuge der Umgestaltung wanderten sie in Abschnitten in den sichtbaren Bereich der Seitengänge. Nach Jahrhunderten nun tatsächlich auch wahrnehmbar für die Besucherstatt  entrückt an der Kirchendecke. Den unmittelbaren Raumeindruck vermag ich nicht einzufangen, die Bilder sind mal wieder nur Erinnerungshilfen. Erstmals doch mal  Weitwinkel, dann wieder Tele-Objektiv vermisst. Aber es gibt im Internet …